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Wetzikon legt einen Fehlstart hin

Der EHC Wetzikon kann in Sion seinen Anfangsschwung nicht mitnehmen. Er verliert das erste Finalspiel.

Der EHC Wetzikon (Lars Mathis, links) musste sich auswärts Sion geschlagen geben.

Archivfoto: Christian Merz

Wetzikon legt einen Fehlstart hin

Dämpfer zum Auftakt

Im ersten Finalspiel gegen Sion kommt der EHC Wetzikon nach einer 3:1-Führung vom Weg ab. Der Oberländer Erstligist verliert auswärts 4:6.

Die Reise ins Wallis war für den EHC Wetzikon eine zum Vergessen. Der EHCW unterlag zum Auftakt der Best-of-5-Finalserie dem HCV Sion 4:6. Erstmals überhaupt in diesen Playoffs legte der Oberländer Erstligist in einer Serie einen Fehlstart hin. Dabei wäre ein anderer Ausgang durchaus möglich gewesen, hielten die Wetziker zwischenzeitlich doch die besseren Karten in den Händen, ohne sie letztlich aber auszuspielen.

Die Gäste legten einen Blitzstart hin und hatten im Startdrittel mehrere gute Chancen, die frühe 1:0-Führung auszubauen, was allerdings nicht gelang. Dafür reagierten die Wetziker zu Beginn des Mitteldrittels eindrücklich auf den Ausgleich des Heimteams und zogen sofort auf 3:1 davon.

Dann aber nahm der EHCW, der rund 25 Minuten lang leichtfüssig und zielstrebig agierte, den Fuss zu stark vom Gaspedal – und wurde dafür bestraft.

In dem Masse, in dem der Gewinner der Ostschweizer Gruppe abbaute, legten die spielfreudigen Walliser zu. Nach dem dritten Tor kam von den Oberländern in der Offensive bis in die Schlussphase hinein fast nichts mehr – und damit halt schlicht zu wenig.

Hinten waren sie dafür nun plötzlich verwundbar und kassierten gleich fünf Gegentore hintereinander, drei davon in Unterzahl. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist nicht nur die hundertprozentige Powerplay-Quote von Sion, sondern auch der Umstand, dass die Gäste kein einziges Mal in Überzahl antreten konnten. Glücklich über die einseitige Verteilung der Strafen waren sie jedenfalls nicht.

Das Heimspiel in der Fremde

Schon zur zweiten Pause hatten die Wetziker ihren Zwei-Tore-Vorsprung wieder verspielt, wobei sie zweimal unmittelbar nach einem verlorenen Bully aus der Distanz erwischt wurden. In die Spur fanden die Gäste auch im dritten Abschnitt nicht mehr. Sie wirkten weniger wach als der Gegner. Und gerieten in der 43. Minute erstmals überhaupt in Rückstand.

Notabene auf ärgerliche Art und Weise. Zwei Wetziker Verteidiger wären nach einem Abpraller von Goalie Fabian Ryffel zwar dagestanden, um zu klären, die Scheibe aber schnappte sich der Sittener Bastien Taccoz und versenkte sie.

Vom 3:4 erholten sich die Oberländer nicht mehr. Obwohl sie quasi ein Heimspiel in der Fremde austragen konnten, waren unter den lediglich 450 Zuschauerinnen und Zuschauern doch nur die lautstarken Wetziker Fans zu hören.

Immerhin beendete der EHC Wetzikon die Partie mit einer positiven Note. 84 Sekunden vor Schluss erzielte Rubio Schir das 4:6. An Schir lag es definitiv nicht, dass sein Team die lange Heimreise mit einer Niederlage antreten musste – der Stürmer war an allen EHCW-Toren beteiligt. Dreimal traf er selber, das 3:1 von Denis Vrabec (24.) bereitete er mit einem perfekt getimten Pass aus der Ecke vor.

Siren vertritt Keller

Von der «personell einen oder anderen offenen Geschichte» hatte EHCW-Trainer Roger Keller im Vorfeld gesprochen. Er war aber zuversichtlich gewesen, einige auf der Kippe stehende Spieler einsetzen zu können. Kellers Optimismus trug keine Früchte, die Wetziker hatten gewichtige Ausfälle zu beklagen.

So mussten sie in der Abwehr ohne Thomas Büsser und Pascal Blaser auskommen. Und ebenfalls auf die Angreifer Nils Berni und Kent Daneel verzichten – also zwei Drittel ihrer Top-Sturmlinie.

Keller selber trat die Reise nach Sion ebenfalls nicht an. Der Trainer lag krank daheim. An seiner Stelle übernahm Assistenzcoach Niki Siren für einmal den Lead, konnte aber nicht einmal auf vier komplette Sturmlinien setzen.

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