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Laupen steht vor dem Saisonende

Die Laupner NLA-Frauen verlieren zum dritten Mal in Serie gegen die Kloten-Dietlikon Jets. Nun helfen nur noch Siege.

Laupen-Verteidigerin Laura Bertini (rechts) versucht, ihrer Gegenspielerin zu enteilen.

Archivfoto: David Kündig

Laupen steht vor dem Saisonende

Nah dran, aber nicht mehr

Der UHC Laupen hält das vierte Viertelfinalspiel gegen die Kloten-Dietlikon Jets lange offen. Er verliert aber 3:5 und liegt in der Serie 1:3 hinten.

Bis vier Minuten vor Schluss durften die Laupner NLA-Frauen hoffen, sich mit einem Doppelpack zumindest in die Overtime retten zu können. Dann aber erhielten die Kloten-Dietlikon Jets einen Penalty zugesprochen. Routinier Andrea Gämperli trat an, liess sich bei der Ausführung sehr viel Zeit und verwandelte den Versuch letztlich souverän zum 2:5 aus Laupner Sicht.

Es war zwar die Entscheidung im vierten Spiel der Viertelfinal-Serie zwischen dem haushohen Favoriten aus dem Unterland und dem UHC Laupen. Nicht aber der Schlusspunkt. Diesen setzte Vanessa Basler mit ihrem 3:5. Basler hatte bereits wenige Minuten zuvor getroffen. Das 2:4 war ihr erstes NLA-Tor überhaupt gewesen.

Goalie Früh in Hochform

Für die Laupnerinnen war das 3:5 die dritte Niederlage hintereinander gegen den Titelverteidiger, nachdem sie diesen zum Auftakt 8:4 düpiert hatten. In der Best-of-7-Serie liegen die Oberländerinnen nun 1:3 hinten. Das heisst: Um ein sechstes Spiel zu erzwingen, muss das Team von Trainer Yves Kempf am Samstag in Kloten gewinnen. Sonst ist die Saison vorbei.

Die Laupnerinnen waren am Mittwochabend zwar zu wenig gut, um die Jets zu bezwingen. Sie machten im vierten Duell gegen sie aber vieles richtig. Sie stellten die Räume geschickt zu, verteidigten kompakt und blockten viele Schüsse. Dazu konnten sie auf eine Ivana Früh im Tor zählen, die viele starke Paraden zeigte.

Vor allem im zweiten Drittel hatten die Gäste mehrfach das dritte Tor auf dem Stock, sie scheiterten aber immer wieder an der Laupner Torfrau, die hinterher verdient zur besten Spielerin des Heimteams gewählt wurde.

Die Jets wiesen wie erwartet zwar viel mehr Ballbesitz als die Oberländerinnen auf. Und verzeichneten auch ein klares Chancenplus. Sie wirkten aber alles andere als unwiderstehlich und mussten zu Beginn des Schlussdrittels auf zwei Linien reduzieren, um das Tempo erhöhen zu können.

Die Laupnerinnen waren mit ihren schnellen Gegenstössen immer gefährlich. Und bestraften sowohl beim 1:1 durch Andrea Wildermuth (14.) als auch beim 2:4 von Vanessa Basler (53.) Fehler der Gäste rigoros. Um den Favoriten noch mehr unter Druck setzen zu können, hätte Laupen aber effizienter sein müssen.

Und zum Vergessen waren jeweils die ersten paar Minuten der Drittel. Dreimal kassierte das Heimteam gleich ein schnelles Gegentor – im zweiten Abschnitt bereits nach 49 Sekunden.

Die Aussichten sind gut

Trotz der erneuten Niederlage: Der UHC Laupen fordert die Unterländerinnen mehr, als man erwarten konnte. In den letzten Wochen sind die Laupnerinnen auch bei der Zusammenstellung des Kaders für die nächste Saison erfolgreich gewesen. Das Team bleibt grossmehrheitlich zusammen.

Leistungsträgerin um Leistungsträgerin hat ihren Vertrag verlängert. Angefangen von Topskorerin Andrea Wildermuth über die routinierte Angreiferin Yara Hofmann bis hin zur tschechischen Verteidigerin Krystina Bachmaierova, die in den Playoffs auch dank den drei Toren in der Auftaktpartie in der internen Skorerliste auf Platz vier aufrückte. Die ebenfalls als Stürmerin einsetzbare Bachmaierova sorgte auch am Mittwoch mit ihren Rushes immer wieder für Gefahr.

Gleich 17 Vertragsabschlüsse vermeldeten die Laupner Frauen in jüngster Zeit. Einer davon war speziell. Vanessa Wetten kehrt nach ihrer Babypause zurück.

Unter ihrem Ledignamen Kapp war die Stürmerin viermal in Serie Laupner Topskorerin geworden. Eindrücklich dabei: In vier Saisons sammelte sie über 100 Skorerpunkte.

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