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Das erwartet Dübendorf und Wetzikon in den Halbfinals

Wer zieht in den Final ein? Ab Samstag jagen Dübendorf und Wetzikon die dafür nötigen drei Siege.

Im Final würden der EHC Wetzikon (Fabian Ryffel, links) und Dübendorf (Damon Puntus) aufeinandertreffen.

Archivfoto: Christian Merz

Das erwartet Dübendorf und Wetzikon in den Halbfinals

Ritter und Neulinge als Gegner

Der EHC Dübendorf muss in der nächsten Playoff-Runde gegen Burgdorf ran, die Wetziker spielen gegen Prättigau ums Finalticket in der Erstliga-Ostgruppe.

Jetzt dürfte sich der harte Widerstand auszahlen

Dübi  Rüedi Andrin  gegen  Giannone Andrea
Der Dübendorfer Andrin Rüedi (vorne) versucht, sich etwas Platz zu verschaffen.

Und weiter gehts: Auf den EHC Dübendorf wartet in der Halbfinal-Serie der EHC Burgdorf. Vierter wurden die Emmentaler in der Qualifikation. Wobei sie sich diesen Platz, anders als der EHCD den Qualifikationssieg, erst auf den letzten Drücker sicherten. Der Glattaler Erstligist startet am Samstag daheim. Und damit da, wo er den Grundstein zum Weiterkommen in den Viertelfinals legte, in denen die Mannschaft von Reto Stirnimann den EC Wil mit 3:1 Siegen ausschaltete. Der EHCD gewann seine beiden Spiele im Chreis, er musste zweimal aber eine Extraschicht einlegen und setzte sich jeweils erst in der Verlängerung durch.

Das er beide Male in der Overtime gewann, spricht für die Dübendorfer Nervenstärke. Und ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Dass diese gross sind, zeigte sich auch in der dritten Partie, als der EHCD eine 3:0-Führung verspielte, sich letztlich aber trotzdem durchsetzte. Überhaupt dürfte es den Glattalern nun zugute kommen, dass sie gegen Wil nicht im Schongang durchmarschieren konnten, sondern auf harten Widerstand stiessen. So kommt gar nicht erst die Gefahr von Genügsamkeit auf, die «einfache» Erfolge mitbringen können.

Der EHCD steigt gegen Burgdorf als Favorit in den Ring. Er kann mit viel Nachdruck angreifen und überzeugt mit Stabilität. Die körperbetont spielenden Berner blieben in den Viertelfinals gegen den SC Rheintal makellos. Sie waren dem Gegner aber nicht etwa überlegen, sondern in jedem der ausgeglichenen Duelle halt einen Tick besser. Die Ritter aus Leidenschaft, wie der Vereins-Slogan lautet, haben keine herausragenden Skorer in ihren Reihen. Auf viele Schultern verteilt ist die Offensivlast auch bei den Dübendorfern. Apropos Torproduktion – diese funktionierte gegen Wil nur bei numerischem Gleichstand. Dem EHCD gelang in 13 Powerplays kein einziger Treffer.

Der EHC Wetzikon ist in den Playoffs angekommen

Wetzikon Lars Mathis gegen Luzern Torwart Jannic Maltry
Allein unter Gegnern: Der Wetziker Stürmer Lars Mathis beschäftigt die Luzerner Defensive.

Ohne ein wenig Drama scheint es beim EHC Wetzikon kaum zu gehen. In den Viertelfinals gegen Luzern legte der EHCW zwar standesgemäss auf 2:0 vor. Nach zwei liederlichen Auftritten gegen die zähen Innerschweizer musste er dennoch in die «Belle». Die Oberländer verstanden den Weckruf und hielten ihre Titelhoffnungen mit dem 5:3-Sieg aufrecht. Nun wartet der HC Prättigau-Herrschaft. Dieser startet mit Heimrecht in seine erste Halbfinal-Serie der Vereinsgeschichte.

Der Qualifikationszweite tat sich wie die Wetziker in den Viertelfinals schwer, obwohl er gegen Reinach in vier Partien gewann. In der Prättigauer Mannschaft steckt viel Routine. Das musste nicht nur der EHCW in der Qualifikation erfahren, als er in Grüsch in der Schlussminute zwei Gegentreffer kassierte und 3:4 verlor. Auch gegen Reinach zeigten die Bündner eiserne Nerven, indem sie das erste Spiel in der 60. Minute entschieden, das zweite in der Overtime. An der Bande steht Andy Ritsch, der ab 2014 für knapp zweieinhalb Jahre den EHC Wetzikon betreut hatte.

Sein Assistent damals: Roger Keller, der seit Januar zurück im EHCW ist. Der Thurgauer ist guten Mutes, dass sein Team endgültig in den Playoffs angekommen ist. Ein paar Baustellen aber haben die Wetziker noch. Etwa die Anfälligkeit, unnötige Strafen zu nehmen. Oder das Boxplay, in dem sie fast in jeder zweiten Unterzahl gegen Luzern ein Tor kassierten. Dafür war das Powerplay zuletzt deutlich besser – und zumindest auch einmal erfolgreich. «Wir gehen mit grossen Hoffnungen ins erste Spiel», sagt Keller, «und wollen gleich eine erste Duftmarke setzen.»

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