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Jetzt steht Wetzikon vor einem heissen Ritt

Nach der zweiten Niederlage in Serie gegen Luzern ist Wetzikon in den Viertelfinals unter Zugzwang geraten.

Mit nur einem Tor wird es schwierig, zu gewinnen: Die Wetziker (Lars Mathis, rechts) waren offensiv in Luzern zu harmlos.

Archivfoto: David Kündig

Jetzt steht Wetzikon vor einem heissen Ritt

Viertelfinal-Serie steht nun 2:2

Der EHC Wetzikon trifft in Luzern erst, als die Vorentscheidung schon gefallen ist. Er verliert 1:3 und muss in die «Belle».

Immerhin, ein Tor gelang dem EHC Wetzikon 42 Sekunden vor Schluss dann doch noch. Das 1:3 von Nils Berni aber verkam zur Randnotiz. Zentral dagegen ist: Der EHCW hat auch seine zweite Chance vertan, die Viertelfinal-Serie gegen Luzern zu beenden.

Der Oberländer Erstligist unterlag am Dienstagabend auswärts 1:3, kassierte den 2:2-Ausgleich in der Best-of-5-Serie und muss am Donnerstag in die «Belle». Klar ist schon jetzt: Das wird ein heisser Ritt für den Qualifikationsdritten, der nun zweimal hintereinander eine dünne Vorstellung ablieferte.

Auf die schiefe Bahn hätten die Wetziker fast nicht früher geraten können. Schon nach 28 Sekunden kassierten sie das 0:1. Carlo Pingeon hatte abgezogen, Goalie Fabian Ryffel wohl nichts gesehen – so einfach kann Eishockey sein.

Bitter für den EHCW war nicht nur dieser Start, bitter war auch, dass er zu Beginn des zweiten Drittels auf fast dieselbe Art und Weise das 0:2 hinnehmen musste. Torschütze war erneut Carlo Pingeon, der auch noch den dritten Luzerner Treffer erzielte, als die Gäste bereits ohne Goalie anrannten.

Zu umständlich im Angriff

Die Mängelliste der Wetziker im vierten Spiel gegen einen grundsoliden Gegner war lang. Die Präsenz im gegnerischen Slot fehlte ihnen über weite Strecken, ihre Offensivaktionen waren zu wenig direkt. Die Passqualität war zu tief, um die Angriffe mit dem nötigen Tempo durchzuziehen. Und häufig agierten die Gäste, im Gegensatz zu den schnörkellos spielenden Luzernern, auch schlicht zu umständlich.

Der EHCW war zwar häufig in Scheibenbesitz. Auch darum, weil das Heimteam gar nicht so viel Wert auf diesen legte, sondern sein Hauptaugenmerk auf eine tadellose Arbeit in der Defensive und blitzschnelle Gegenangriffe legte. Die Wetziker bemühten sich auch redlich, Zugriff aufs Spiel zu erhalten. Es gelang ihnen aber einfach zu wenig häufig, die kompakt stehenden Innerschweizer ins Rotieren zu bringen. Die Druckphasen der Oberländer waren jeweils nur kurz.

Chancen erarbeitete sich der EHCW genügend, weil ein so offensivstarkes Team eben auch dann zu solchen kommt, wenn es nicht in Bestform ist. Doch bis die Wetziker endlich eine davon nutzten, war es längst zu spät, das entscheidende fünfte Spiel noch zu vermeiden.

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