Thönys Doppelpack weist dem EHCW den Weg
Gelungener Start in die Viertelfinals
Der EHC Wetzikon ist mit einem verdienten 3:0-Sieg gegen Luzern in die Playoffs gestartet. Er brauchte aber Geduld.
Passieren kann immer etwas. Und so war der EHC Wetzikon im ersten Spiel der Viertelfinal-Serie (best-of-5) gegen Luzern bis ganz zuletzt gefordert. Weil es die Wetziker daheim verpasst hatten, den Sack frühzeitig zuzumachen, bogen sie nur mit einem dünnen 2:0-Vorsprung auf die Zielgeraden ein.
Zweieinhalb Minuten vor dem Ende ersetzten die Luzerner erstmals ihren starken Goalie Yannik Peter durch einen zusätzlichen Feldspieler. Kurzzeitig vermochten sie sich im Drittel des EHC Wetzikon festzusetzen. In der 59. Minute aber luchste Nils Berni einem Gegner die Scheibe ab und traf aus relativ grosser Distanz zur Entscheidung.
3:0 gewinnt der Qualifikationsdritte also das erste Duell gegen den Sechsten. Verdient, kann man festhalten. Der Oberländer Erstligist war spielerisch besser. Er trat über weite Strecken diszipliniert auf, konnte sich auf den tadellosen Fabian Ryffel im Tor verlassen und legte die nötige Geduld an den Tag, um den ersten Schritt Richtung Halbfinal zu machen.
Der EHC Wetzikon brauchte allerdings etwas Zeit, um sich zu entfalten. Er war von Beginn weg zwar wach, vorerst aber machte er einen unsortierten Eindruck. Er dürfte von den Gästen auch etwas überrascht worden sein. Denn die Luzerner, die in beiden Qualifikationsspielen gegen den EHCW jeweils sieben Gegentreffer kassiert hatten, versteckten sich nicht etwa im eigenen Drittel. Sie getrauten sich was, spielten munter nach vorne und kamen zu einigen guten Chancen.
Ab der zweiten Hälfte des Startdrittels war dann der Favorit das bessere Team. In Führung aber ging der EHCW nicht etwa nach einem gelungenen Spielzug, sondern nach einem Konter. In der 20. Minute landete ein geblockter Luzerner Abschluss auf der Schaufel von Gian Andrea Thöny. Der Stürmer bahnte sich daraufhin unbeirrt seinen Weg nach vorne und machte genau das, was Topskorer eben zu tun pflegen – er traf.
Das lange Warten aufs zweite Tor
Das Tor tat dem Heimteam gut. Auch wenn es nicht der Startschuss zu einer Gala war. Die Wetziker kamen in der Folge doch regelmässig zu Chancen, um ihren Vorsprung zu erhöhen. Sie hätten im zweiten Abschnitt mehrfach ein zweites Mal treffen können, liessen aber alle Möglichkeiten liegen.
Rund 15 Minuten vor Schluss liessen die Luzerner vor dem eigenen Tor dann aber Thöny sträflich alleine. Leeroy Rüsi bediente ihn mustergültig. Und der Topskorer verwertete die Vorlage kaltblütig zum 2:0.
Danach musste Luzern seine Offensive forcieren, was den Wetzikern mehr Raum für schnelle Gegenangriffe gab. Nutzen konnten sie zwar keinen, aus der Spur aber waren sie auch nicht mehr zu bringen.
