Wenn der Trainer keine Rolle spielt
Jetzt gilts ernst für den EHC Wetzikon
Am Dienstag startet der EHC Wetzikon nach zuletzt durchzogenen Leistungen und einem späten Wechsel des Headcoachs in die Playoffs. Kann er sein Potenzial abrufen?
Ideal ist sicher anders. Niemand aber wird im Nachgang feststellen können, welchen Einfluss der Trainerwechsel beim EHC Wetzikon kurz vor den Erstliga-Playoffs tatsächlich hatte. Roger Keller jedenfalls ist überzeugt: «Am Schluss ist es egal, wer Trainer ist. Die Mannschaft weiss, wozu sie fähig ist.»
Die Aussage ist bemerkenswert. Und verdeutlicht: Der Thurgauer glaubt an das Potenzial im Team, das er erst seit Kurzem betreut. Am Mittwoch vor einer Woche übernahm der 53-Jährige den Trainerposten bei seinem früheren Verein, nachdem sich der EHCW von Christian Modes getrennt hatte.
Viel Zeit hatte Keller nicht. Eine Handvoll Trainings, dazu das abschliessende Qualifikationsspiel gegen Reinach – das muss vor dem Start der Viertelfinals gegen Luzern reichen. Keller stört sich nicht daran, lediglich an kleinen Schrauben drehen zu können. Er hat der Mannschaft schon beim ersten Kontakt gesagt: «Wir können nur gemeinsam Erfolg haben.»

