Im Mitteldrittel bricht der Dübendorfer Damm
EHCD für einmal defensiv schwach
Zum Abschluss der Erstliga-Qualifikation verliert Leader Dübendorf gegen Rheintal 3:5. Er kassierte alle Gegentore im zweiten Abschnitt.
Der EHC Dübendorf hat vor dem Start zu den Erstliga-Playoffs einen Schuss vor den Bug erhalten. Im letzten Spiel der Qualifikation unterlagen die Glattaler auswärts dem SC Rheintal 3:5.
Der Tabellenfünfte scheint dem Team von Reto Stirnimann definitiv nicht zu liegen. Schon im Hinspiel hatten sich die Dübendorfer schwergetan, nach einem 0:3-Rückstand aber doch noch im Penaltyschiessen gewonnen. In den Playoff-Viertelfinals trifft Qualifikationssieger EHC Dübendorf auf den EC Wil.
Der EHCD musste am Samstag vor etwas mehr als 500 Zuschauern in Widnau zwei unangenehme Premieren über sich ergehen lassen. Einerseits hatte er in den vorangegangenen 21 Spielen nie fünf Gegentore kassiert. Und erst einmal mehr als zwei Gegentreffer in einem Drittel hinnehmen müssen – beim 0:4 im Derby gegen Wetzikon.
Gegen die Rheintaler aber brachen in den zweiten zwanzig Minuten für einmal alle Dämme bei den Glattalern. Gleich fünfmal musste EHCD-Goalie Noah Paixao den Puck aus dem Netz fischen. Aus der 1:0-Führung wurde so für die Gäste ein 1:5-Rückstand. Dieses Handicap war zu gross, um zurück in die Begegnung zu finden.
Zum Verhängnis wurde den Dübendorfern das Boxplay, in dem sie in den entscheidenden Situationen etwas zu wenig aufsässig und giftig agierten. Drei der vier EHCD-Strafen münzten die Rheintaler zu Toren um. Zweimal schlossen sie schöne Passkombinationen erfolgreich ab.
Bei zwei der fünf Gegentore war aus Sicht der Gäste Pech dabei. Vor dem Ausgleich konnte Paixao einen missglückten Rheintaler Abschluss nicht behändigen, die Scheibe kullerte vor den Stock von Sandro Bartholet – 1:1. Und beim 1:2 lenkte ein Dübendorfer Verteidiger einen Pass des Heimteams ins eigene Tor ab. Zu diesem Zeitpunkt spielten beide Teams in Vollbestand.
Fürs letzte Drittel ersetzte Trainer Stirnimann Goalie Paixao durch Marvin Kortin. Rund fünf Minuten Schluss wurde es noch einmal spannend. Innerhalb von 15 Sekunden traf der EHCD doppelt.
Plötzlich war er nur noch 3:5 im Hintertreffen. Früh ersetzte er seinen Goalie durch einen zusätzlichen Feldspieler. Die Massnahme fruchtete allerdings nicht mehr.
