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Der Aufholjagd folgt die Bruchlandung

Der EHC Wetzikon zieht gegen die Pikes einen gebrauchten Abend ein und kassiert eine Heimniederlage.

Das war zu wenig: Der EHC Wetzikon (Nils Berni, vorne rechts) blieb gegen die Pikes ohne Punkte.

Archivfoto: Robert Pfiffner

Der Aufholjagd folgt die Bruchlandung

Beim EHCW ist zu vieles Stückwerk

Der EHC Wetzikon wird für einen fahrigen Auftritt gegen die Pikes bestraft. Er unterliegt den Thurgauern 4:5 und muss in der Tabelle nach hinten schauen.

Nach einem über weite Strecken enttäuschenden Auftritt unterlag der EHC Wetzikon am Mittwochabend daheim den Pikes Oberthurgau 4:5. Der Oberländer Erstligist krempelte nach einem missglückten Startdrittel die Ärmel zwar hoch und machte den zuvor eingehandelten 1:4-Rückstand bis knapp nach der Hälfte der Partie wett.

Im Spiel des Tabellendritten blieb aber bis zuletzt zu vieles Stückwerk, sodass es ihm im letzten Drittel trotz einiger Chancen nicht mehr gelang, eine Antwort auf den kurz vor der zweiten Pause eingehandelten fünften Gegentreffer zu finden.

Das Team von Christian Modes verlor damit auch das zweite Spiel der Saison gegen die auf Rang 9 liegenden Thurgauer. Die Pikes waren kein übermächtiger Gegner. Sie nützten die Schwächen des EHCW aber aus und brachten den knappen Vorsprung auch mit etwas Glück über die Zeit.

Mit der Niederlage verpassten es die Wetziker, am Tabellenzweiten Prättigau dran zu bleiben. Sie müssen zwei Runden vor Schluss nun sogar darauf achten, nicht noch von Burgdorf verdrängt zu werden. Drei Punkte trennten die Oberländer noch von den Bernern.

Bruder Leichtfuss zu Gast

Nur wenige Tage nach ihrem starken Auftritt gegen Leader Dübendorf liessen die Wetziker vieles von dem vermissen, was sie beim 4:0-Sieg im Derby gezeigt hatten. Beispielsweise unbedingten Willen, energische Störarbeit, Präzision im Aufbau.

In der Defensive hauste dazu Bruder Leichtsinn. Die Gäste wurden fast schon eingeladen, Tore zu schiessen. Dem 0:1 ging ein kapitaler Fehlpass im eigenen Drittel voraus, vor dem fünften Gegentor verlor Verteidiger Riccardo Auriemma an der gegnerischen blauen Linie als letzter Mann die Scheibe an Lars Neher.

Der Stürmer, der noch letzte Saison beim EHCW gespielt hatte, brauste davon und bezwang Fabian Ryffel zum 4:5.

Der Goalie muss weichen

Ryffel hatte nach dem ersten Drittel Justin Gianola ersetzt, der seinem Team keine Hilfe gewesen war. Er liess gleich den ersten Schuss passieren, beim dritten Gegentor wurde er von der verlängerten Torlinie aus erwischt.

Die Wetziker spielten zu diesem Zeitpunkt in doppelter Unterzahl. Sie kassierten nur kurz darauf, nun mit einem Mann weniger, auch noch das 1:4. Danach wurden die Thurgauer aber für längere Zeit trocken gelegt.

Drei Tore innerhalb von einer Viertelstunde brachten den EHCW in die Partie zurück. Nun sprach vieles dafür, dass der Favorit seiner Rolle doch noch gerecht werden könnte. Am Schluss aber blieb den Oberländer nur der Frust, weil sie es nach dem erneuten Rückstand nicht schafften, nochmals eine Schippe drauf zu legen.

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