Laupen siegt nach wildem Derby-Ritt
Spektakel in Rüti
Die Frauen des UHC Laupen gewinnen das jederzeit offene NLA-Duell gegen die Floorball Riders knapp 7:6.
Nach einem spektakulären Schlussdrittel, in dem gleich sieben Tore fielen, setzten sich die Frauen des UHC Laupen bei Lokalrivale Floorball Riders 7:6 durch. Damit gewannen die favorisierten Laupnerinnen auch das zweite NLA-Derby der Saison.
Während Laupen die Playoff-Qualifikation kaum mehr zu nehmen ist, verbleiben die Riders am Tabellenende. Ihr letzter Sieg datiert von Anfang Oktober.
Dass die Moral trotzdem stimmt, bewiesen sie gegen Laupen. Sie verspielten zwar eine schmeichelhaft zustanden gekommene 2:0-Führung und gerieten zwischenzeitlich 2:4 in Rückstand. Beflügelt vom schnellen 3:4-Anschlusstor im Schlussdrittel nahmen die zuvor zurückhaltend agierenden Riders das Herz nun in die Hand, lösten ihre defensiven Fesseln und verwickelten den lange Zeit spielerisch besseren Gegner in einen wilden Schlagabtausch.
Auf jeden Rückschlag fand das Heimteam eine Antwort. Die letzte aber kam zu spät. Erst acht Sekunden vor Schluss gelang Michelle Schär das sechste Tor der Riders, Laupen rettete den Vorsprung über die Zeit.
Adieu Kontrolle, willkommen Spektakel
Lange hatte nichts auf dieses wilde Ende hingedeutet, auf das die Laupnerinnen wohl gerne verzichtet hätten. Sie mussten einen enormen Aufwand betreiben, um das schon in der Startphase eingehandelte Defizit wettzumachen. Zu Beginn des zweiten Abschnitts trugen die Floorball Riders dem Ball zwar mehr Sorge als noch im Startdrittel, in dem sie überwiegend mit Verteidigungsarbeit beschäftigt gewesen waren. Bald einmal aber waren die zu diesem Zeitpunkt 1:2 in Rückstand liegenden Gäste wieder am Drücker.
Drei Grosschancen liessen sie liegen, dann gelang ihnen der Ausgleich. Die tschechische Verteidigerin Kristyna Bachmaierova zog aus der Distanz ab – 2:2. Knapp acht Minuten später legten die Laupnerinnen erstmals vor. Sie hebelten dabei die Riders mit deren Spezialität aus und schlossen einen schnellen Gegenangriff erfolgreich ab. Laupens Topskorerin Andrea Wildermuth musste sich aber ziemlich strecken, um den Diagonalpass ihrer Teamkollegin Alina Hofmann zur erstmaligen Laupner Führung zu verwerten.
Mit einem Weitschusstor baute Lara Bertini den Vorsprung noch vor der zweiten Sirene auf 4:2 aus. War das bereits die Entscheidung? Mitnichten. Die Laupnerinnen liessen danach jegliche Souveränität vermissen.
Knapp drei Minuten dauerte es im Schlussabschnitt, ehe sich die Gäste von einer Freistossvariante der Riders düpieren liessen. Ab diesem Moment flatterten die Laupner Nerven. Die Riders witterten ihre Chance, endlich ihre Baisse zu beenden. Mutig stürmten sie an, standen nach jedem Rückschlag wieder auf, letztlich ohne dafür belohnt zu werden.
