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Dieses Duell sorgt für Kribbeln

Alle Zutaten für ein kurzweiliges Spiel sind vorhanden: Der EHC Wetzikon empfängt Dübendorf zum zweiten Derby der Saison.

Zwei Dübendorfer gegen einen Wetziker: Rubio Schir (links) wird von mehreren Gegnern gestört.

Archivfoto: Christian Merz

Dieses Duell sorgt für Kribbeln

Erstliga-Derby in Wetzikon

Der Tabellendritte EHC Wetzikon scheint rechtzeitig aus dem Tief zu sein. Daheim trifft er auf den souveränen Leader EHC Dübendorf.

Knapp zwei Monate sind seit dem ersten Derby zwischen Dübendorf und Wetzikon vergangen. Auf den ersten Blick hat sich an der Ausgangslage vor dem neuerlichen Aufeinandertreffen am Samstag nichts verändert. Die Dübendorfer stehen an der Spitze der Erstliga-Ostgruppe, die Wetziker auf Rang 3.

Doch war der EHCW im November noch in Schlagdistanz zum EHCD, ist ihm dieser in der Zwischenzeit enteilt. Neun Punkte trennen die Teams mittlerweile. Auch wenn die Wetziker das zweite Duell gegen den Lokalrivalen für sich entscheiden sollten, ist es unrealistisch, dass sie den MHL-Absteiger noch abfangen können.

Einerseits stehen für die Teams danach nur noch je drei Spiele auf dem Programm. Andererseits haben die Dübendorfer bisher ihre Kreise in der Meisterschaft so souverän gezogen, dass man sich nicht vorstellen kann, dass sie ausgerechnet in der Schlussphase der Qualifikation plötzlich einbrechen.

Die Bilanz ist eindeutig

Den Qualifikationssieg dürften die Wetziker den Dübendorfern also kaum mehr streitig machen können. Aber mit einem neuerlichen Erfolg – das erste Kräftemessen gewann der EHCW nach einem hochstehenden Spiel 3:2 nach Penaltyschiessen – können sie immerhin ihre Hoffnungen aufrechterhalten, dem HC Prättigau-Herrschaft den 2. Platz abjagen zu können.

Und vor allem ihre Derby-Bilanz aufhübschen. Diese schaut aus ihrer Sicht trübe aus. Von den letzten acht Duellen haben sie zwei gewonnen.

Klar ist: Die Vorfreude auf das Spiel ist beidseits gross. Die Chancen auf ein Spektakel stehen gut. Wetzikon ist die treffsicherste Mannschaft der Gruppe, obwohl ihre Erfolgsquote im Powerplay weiterhin schwach ist. Die Dübendorfer haben am zweitmeisten Tore erzielt. Sie skoren dabei auch in Überzahl regelmässig.

Mit dem EHCW und dem EHCD treffen zwei lauf- und spielfreudige Teams aufeinander, die sich gewöhnt sind, den Rhythmus zu bestimmen, und über viele starke Einzelspieler verfügen, die Akzente setzen können. Vorteile haben die Glattaler sicher in der Defensive. Lediglich 29 Gegentore haben sie in den 18 Partien hinnehmen müssen.

Das erwartete Loch

Augenfällig ist die Stabilität, mit der die Mannschaft von Trainer Reto Stirnimann das Pensum abspult. Erst zwei Niederlagen musste der EHCD hinnehmen. Beim EHCW ist derweil zuletzt eingetroffen, was Trainer Christian Modes vor der Saison geahnt hatte. «Man muss sicher einmal aus einem Loch finden. Von allein wirds nicht gehen», vermutete er.

Drei Niederlagen seit Mitte Dezember kassierten die Wetziker, die einige Verletzungen beklagen. Dreimal hintereinander gelang ihnen jeweils nur wenig, wobei sie mit Herisau (11.) und Wil (8.) auch deutlich schlechter klassierten Teams unterlagen und dabei blutleer wirkten.

Am Mittwoch reagierten sie auf ihr Tief zwar mit dem 4:3-Sieg gegen den Zweiten Prättigau. Es brauchte aber auch in jener Partie erstaunlich wenig, um die Wetziker aus dem Konzept zu bringen.

Gut für den EHCW: Er kann daheim antreten. Die Ambiance dürfte stimmen, mehr als 1000 Zuschauer werden erwartet beim Duell der zwei Erstligisten, die schweizweit den höchsten Heimschnitt aufweisen. Das Derby ist zudem ins Wetziker Nachwuchs-Fäscht eingebettet. Das dürfte für zusätzliches Publikum sorgen.

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