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Wetzikon zittert sich zurück auf die Sonnenseite

Nach einem zwischenzeitlich komfortablen 3:0-Vorsprung gerät der EHC Wetzikon gegen Prättigau zwar ins Schleudern, gewinnt aber dennoch.

Beim knappen 4:3-Sieg des EHC Wetzikon gegen Prättigau traf EHCW-Stürmer Noel Siren (links) zweimal.

Archivfoto: Robert Pfiffner

Wetzikon zittert sich zurück auf die Sonnenseite

Sieg im Spitzenspiel

Der EHC Wetzikon rückt dem Zweitklassierten HC Prättigau-Herrschaft wieder näher. Der Oberländer Erstligist gewann das Duell der Tabellennachbarn 4:3.

Nach drei Niederlagen am Stück hat der EHC Wetzikon zum Siegen zurückgefunden. Er bezwang am Mittwoch vor eigenem Anhang den HC Prättigau-Herrschaft 4:3.

Der Oberländer Erstligist führte zwischenzeitlich komfortabel 3:0, musste aber dennoch bis zuletzt um den Erfolg zittern, nachdem den Bündnern acht Minuten vor Schluss das Anschlusstor gelungen war. Das Heimteam machte in der Folge aber nicht den Fehler, nur noch den Vorsprung verteidigen zu wollen, sondern spielte weiterhin nach vorne und brachte dank beherztem Kampf den knappen Vorsprung über die Zeit. In der Tabelle rücken die drittplatzierten Wetziker bis auf vier Punkte an Prättigau heran.

Zuletzt hatte der EHCW in Wil gleich neun Gegentreffer kassiert. Es ist etwas, das einer Spitzenmannschaft nicht passieren sollte. Das Team von Trainer Christian Modes war im Spitzenspiel gegen Prättigau denn auch darum bemüht, etwas für seinen Ruf zu tun. Es war von Anfang an bereit. Zupass kam den Oberländern, dass die Gäste vorerst unerklärlich passiv zu Werke gingen und gedanklich an einem anderen Ort schienen.

Eins, zwei, drei

Denis Vrabec hatte in der 8. Minute jedenfalls sehr viel Zeit, um den im Slot wartenden Noel Siren ideal zu bedienen – 1:0. Beim zweiten EHCW-Tor liess sich die komplette Gästedefensive von einem überraschenden Backhandpass von Nils Berger düpieren, der den Weg für Torschütze Rubio Schir freimachte. Und beim 3:0 erhielten die Oberländer dann auch noch grosszügige Hilfe von Prättigau-Goalie Dario Caduff, der einen ungefährlichen Schlenzer von Lars Mathis passieren liess.

3:0 hatten die Wetziker schon bei der ersten Begegnung der zwei Teams geführt. Und nach einem Einbruch im letzten Drittel mit zwei Gegentoren in der Schlussminute doch noch verloren. Auch am Mittwoch mussten sie den Gegner zurück in die Partie kommen lassen.

Bis fast zur Spielmitte hatte der EHCW das Geschehen noch im Griff, liess gegen die nach dem dritten Gegentor dezidierter zu Werke gehenden Bündner praktisch nichts zu. Doch nach einem verlorenen Bully kassierte das Heimteam aus dem Nichts das erste Gegentor. Kurz darauf mussten die Wetziker den Anschlusstreffer in Unterzahl hinnehmen – und weg war ihre Souveränität.

Nur kurzzeitig etwas Luft

Nun wirkte das Heimteam in der Abwehr zögerlich und verwundbar. Der EHCW hatte zwar schon im zweiten Abschnitt die eine oder andere Chance zum 4:2. Er hatte mehr als einmal aber auch Glück, dass er nicht auch noch den Ausgleich kassierte. Kurz nach Beginn des Schlussdrittels verschaffte Noel Siren dem EHCW mit seinem zweiten Tor des Abends wieder etwas Luft.

Geruhsam zu Ende spielen konnten die Wetziker trotzdem nicht, da die Bündner noch einmal zurückschlugen. Und sie in der Schlussphase mehr als einmal das leere Tor verpassten.

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