Uster kassiert das Tor des Jahres
Ein Lapsus mit Folgen
Auf diese Ehre hätte Pascal Schmuki vom UHC Uster gerne verzichtet: Ein von ihm verursachter Gegentreffer wurde zum kuriosesten Tor des Jahres 2023 erkoren.
Mittlerweile dürfte Pascal Schmuki über seinen Bock wohl schmunzeln können. Auch wenn er damals sicher gerne im Hallenboden versunken wäre. Anfang November steht der Verteidiger des UHC Uster am Ursprung eines Gegentores, wie man es in der NLA in dieser Form noch nie gesehen hat. Und das nun vom Fachportal unihockey.ch zum kuriosesten Tor des Jahres 2023 gekürt worden ist.
Hier ist die Geschichte des Treffers. In Chur führen die Ustermer 5:4, als die Schiedsrichter nach genau 59 Minuten und 59 Sekunden einen Stockschlag der Bündner abpfeifen. Das wars, denken sich alle. In der letzten Sekunde kann nichts mehr passieren.
Aber ohalätz – sie haben die Rechnung ohne Schmuki gemacht. Denn statt den vor dem eigenen Tor liegenden Ball beim Freischlag einfach nach vorne zu dreschen, legt der Verteidiger den Ball zurück. Da aber steht kein Teamkollege, sondern der Churer Manuel Rieder, der den Ball zum 5:5 ins Netz befördert.
Die Folgen? Grenzenloser Churer Jubel. Und vor Wut schäumende Ustermer, die lautstark protestieren. Aus ihrer Sicht fällt der Ausgleich erst nach der Schlusssirene. Zugleich monieren sie, dass der Abstand beim Freistoss nicht eingehalten worden sei.
Doch alles Reklamieren bringt nichts. Der Ausgleich zählt. Die drei Punkte für den UHC Uster sind futsch.
Die Geschichte endet für die Ustermer, vor allem aber für Schmuki dennoch versöhnlich. Der Pechvogel korrigiert seinen Aussetzer eigenhändig, schiesst seine Mannschaft in der Verlängerung zum 6:5-Sieg.
