Wetzikon wird kurz durchgeschüttelt
Aufregung im letzten Abschnitt
Im Schlussdrittel führt der EHC Wetzikon gegen Delémont nach einem Doppelschlag plötzlich nur noch mit einem Tor Vorsprung. Am Ende aber siegt er 7:3.
Für den EHC Wetzikon hat sich die Reise in den Jura am Mittwochabend gelohnt. Der Erstligist bezwang den HC Delémont-Vallée 7:3. Für die Mannschaft von Trainer Christian Modes war es in der 14. Runde der zwölfte Sieg. Der EHCW bleibt als Zweiter an Leader Dübendorf dran, der ebenfalls siegte. Drei Punkte trennen die zwei Teams.
Die Wetziker stiegen gegen den Tabellensiebten als klarer Favorit in die Partie. Nicht nur aufgrund der Ranglistensituation, sondern auch darum, weil sie die erste Begegnung gegen die Jurassier gleich 9:2 für sich entschieden hatten. Sie wussten zugleich, dass sie den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen durften, hatte dieser zuletzt doch viermal in Serie gewonnen.
Bis zur 49. Minute führte der EHCW souverän 4:1. Dann aber kassierte er innerhalb von 15 Sekunden zwei Gegentore und hatte einige bange Momente zu überstehen, ehe Noel Siren (56.) mit dem 5:3 die Nerven der Gäste beruhigte.
Das erst dritte Powerplaytor
«Wir wurden kurz durchgeschüttelt», sagte Trainer Modes zu den zwei schnellen Gegentreffern im Schlussabschnitt, die auf individuelle Fehler zurückzuführen waren. «Aber danach fanden wir zurück in die Spur und haben verdient gewonnen.»
Die Basis zum Erfolg legten die Oberländer im Startabschnitt, in dem sie alles im Griff hatten und dreimal trafen. Lars Mathis brachte die Gäste schon in der 6. Minute in Führung, die die Wetziker mit einem Doppelschlag kurz vor der ersten Sirene zum 3:0 ausbauten.
Soweit darf es gar nicht erst kommen.
Christian Modes
Trainer EHC Wetzikon
Die beiden ersten Tore fielen aus ähnlichen Positionen. Beim Führungstreffer konnte Mathis alleine auf den Goalie zulaufen, das 2:0 erzielte Verteidiger Felix Käser ebenfalls aus zentraler Position. In der 20. Minute erhöhte Dennis Urech auf 3:0. Es war das erst dritte Powerplaytor des EHCW diese Saison bei 45 Überzahlgelegenheiten. «Ein sehr schönes Tor», freute sich Modes, sagte aber auch, dass sich sein Team im Powerplay noch deutlich zu steigern hat. «Wir müssen viel schneller spielen.»
Im zweiten Drittel liessen die Wetziker dann zu, dass der Gastgeber besser ins Spiel kam. Noch aber passierte nichts, was die Gäste aus der Spur hätte werfen können. Dafür aber im Schlussabschnitt, als der EHCW-Sieg plötzlich nochmals auf der Kippe stand.
«Soweit darf es gar nicht erst kommen», monierte Modes. Er zog sein Time-Out ein, danach fand die Mannschaft den Tritt wieder und machte mit drei späten Toren alles klar.
