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An den Uster Games die eigene Blase mal verlassen

Keine grossen Neuerungen, dafür Anpassungen im Kleinen: Die Uster Games setzen aufs erprobte Format.

Vollere Tribünen: An den Uster Games spielen die heimischen Teams vor mehr Publikum als sonst.

Archivfoto: Christian Merz

An den Uster Games die eigene Blase mal verlassen

Multisportanlass im Buchholz

Meisterschaftsspiele in hübscher Verpackung: An den 11. Uster Games setzen die Organisatoren auf bewährte Rezepte und Verfeinerungen.

Am Konzept haben die Organisatoren nicht gerüttelt. Warum auch? Nicht immer muss alles nach dem Motto sein: Höher, schneller, weiter.

Die Organisatoren der Uster Games halten an Bewährtem fest. Weil das aktuelle Format dem entspricht, was die drei beteiligten Vereine UHC Uster, Volley Uster und TV Uster Handball derzeit stemmen können. Das heisst konkret, dass am Samstag und Sonntag im Buchholz wiederum Ustermer Teams aus den Hallensportarten Unihockey, Handball und Volleyball im Zentrum stehen.

Sie bestreiten reguläre Meisterschaftsspiele, aber eben in hübscherer Verpackung als üblich und vor deutlich grösserer Kulisse. «Wir wollen Aufmerksamkeit für die drei Hallensportarten», sagt Daniel Weber, OK-Chef der Uster Games. «Und die können wir generieren.»

Zum bereits elften Mal geht der Multisportanlass über die Bühne. Er hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, ist seit längerem aber in ruhigem Fahrwasser unterwegs.

Dasselbe Zugpferd wie zuletzt

Die Eckpunkte des sportlichen Programms sind gleich wie beim letztjährigen Jubiläum. Und einfach zu merken: Pro Tag stehen drei Spiele an. Dazu findet am Sonntagmorgen erneut das Mega-Sport-Turnier statt, an dem Primarschülerinnen und Schüler (5./6. Klasse) aus Uster und Umgebung die Möglichkeit haben, Volleyball, Unihockey und Handball kennen zu lernen.

Rund 130 Kinder nehmen heuer teil. Sie sollen Spass haben. Allenfalls hilft das Turnier gar wie erhofft mit, den Vereinen weiteren Nachwuchs zu verschaffen «Vielleicht bleiben ja einige dabei», sagt Weber.

Der Publikumsmagnet des Anlasses dürfte einmal mehr der UHC Uster sein. Auch wenn statt einem Derby gegen Rychenberg Winterthur oder GC ein Duell gegen Malans auf die NLA-Mannschaft von Trainer Simon Meier wartet.

Etwas mehr als 300 Zuschauerinnen und Zuschauern wohnten den bisher drei Heimspielen des UHC Uster bei. An Samstag dürften es mehr als doppelt so viele sein, ist der Publikumszuspruch im ähnlichen Rahmen wie an den Uster Games 2022.

Damals hatten die Macher auf mehr als die danach gemeldeten rund 650 Personen gehofft. Und heuer? OK-Chef Weber verzichtet darauf, eine konkrete Zahl zu nennen. Weber wünscht sich ganz einfach, «dass die Halle voll aussieht».

Auf Social Media, mit Flyern und Werbung haben die Organisatoren versucht, ein breites Publikum anzusprechen. Denn egal ob Volleyball, Handball oder Unihockey: bei Heimspielen sind üblicherweise vor allem Personen anwesend, die einen direkten Bezug zu den Spielerinnen und Spieler haben. Also Arbeitskollegen, das Umfeld, die Familie.

Man wolle die Leute aus ihrer eigenen Blase holen und ihr Interesse für eine andere Hallensportart wecken, sagt Weber dazu.

Evolution statt Revolution

Nicht mit bahnbrechenden Neuerungen, aber Anpassungen im Kleinen. Also quasi Evolution statt Revolution.

So steht neu eine LED-Leinwand in der Halle, auf der man das Geschehen verfolgen kann. Das Publikum soll zudem verstärkt interaktiv mit einbezogen werden.

Ein Beispiel dafür ist die Bestplayer-Wahl, an der die Zuschauerinnen und Zuschauer sich via Smartphones beteiligen können. Die dafür letztes Jahr bereits eingesetzte App hat einige Verbesserungen erhalten.

OK-Chef Weber sagt: «Sie ist den Kinderschuhen entwachsen.» Wie die Uster Games selber, zu denen der Eintritt gratis ist.

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