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Wetzikon schnappt sich im Derby den Sieg

Der EHC Wetzikon fügt mit dem Erfolg im Derby dem EHC Dübendorf die erste Niederlage der Saison zu.

Der Wetziker Goalie Fabien Ryffel jubelt, der letzte Dübendorfer Penaltyschütze, Damon Puntus, fährt enttäuscht davon.

Foto: Christian Merz

Wetzikon schnappt sich im Derby den Sieg

Ausgeglichenes Duell

Der EHC Wetzikon schlägt Leader Dübendorf nach einem hochstehenden und fairen Erstliga-Derby 3:2 nach Penaltyschiessen.

Am Schluss waren die Augen der über 1000 Zuschauerinnen und Zuschauer im Chreis auf Damon Puntus gerichtet. Der Stürmer des EHC Dübendorf musste Fabian Ryffel bezwingen, um für sein Team im Penaltyschiessen eine Zusatzrunde erzwingen zu können.

Zuvor hatten Gian Andrea Thöny und Mario Pieroni für die Wetziker ihre Versuche kaltblütig verwertet, auf Dübendorfer Seite hatte einzig Jann Bettinaglio getroffen.

Gian-Andrea Thöny und Mario Pieroni verwerten ihre Penaltys für den EHCW. (Video: Martin Weber)

Auf Puntus also lastete der ganze Druck. Er fuhr mit viel Tempo auf den Keeper des EHC Wetzikon los, entschied sich gegen ein Dribbling und für einen Schuss – und verlor das Privatduell gegen Ryffel.

Für die Glattaler war das Ende gleich in doppelter Hinsicht bitter. Lokalrivale EHCW schnappte sich mit dem 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen nicht nur den Extrapunkt. Die Wetziker fügten den Dübendorfern auch die erste Niederlage der Saison bei.

An der Tabellenspitze hatte der Erfolg der Gäste keine Verschiebungen zur Folge. Die Teams an der Spitze in der Erstliga-Ostgruppe aber sind enger zusammengerückt. Leader ist weiter der EHCD mit 25 Punkten, dicht gefolgt von Prättigau (24) und dem EHC Wetzikon (23.). Die Wetziker haben nun sieben Spiele hintereinander gewonnen.

Dass das erste Meisterschaftsderby zwischen Dübendorf und Wetzikon nach mehr als sechseinhalb Jahren nicht in der regulären Spielzeit entschieden wurde, war durchaus logisch. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe, weder der EHCD noch der EHCW konnte deutliche Vorteile oder ein Chancenplus für sich reklamieren. Die Gäste gingen zwar zweimal in Führung. Beide Male aber war ihre Freude nur von kurzer Dauer.

Nach einem beidseits nervösen Beginn entwickelte sich der Spitzenkampf zwischen dem Leader und dem Tabellendritten vor der stimmungsvollen Kulisse zu einem intensiven, temporeichen und vor allem fairen Duell mit nur vier kleinen Strafen.

EHCD-Trainer Reto Stirnimann lobte danach die hohe Qualität der Partie und bezeichnete sie als sehr ausgeglichen. Er folgerte daraus: «Beide Teams haben einen Punkt verdient.» Die Ineffizienz habe seiner Mannschaft den Zusatzpunkt gekostet, bedauerte er. Zweimal hatte der EHCD zudem Pech. In der Verlängerung und im Penaltyschiessen traf das Heimteam jeweils den Pfosten.

EHCW-Coach Christian Modes war sich mit Stirnimann in vielen Punkten einig. Man habe in der Verlängerung etwas Glück benötigt, sagte Modes und fand mit einem Blick auf die ganze Partie: «Sie hätte auf beide Seiten kippen können.»

Ein Bock als Geschenk

Im dritten Drittel konnten die Wetziker beim Stand von 2:2 zweimal kurz hintereinander in Überzahl antreten. Es wäre die Chance für sie gewesen, sich allenfalls den Sieg in der regulären Spielzeit zu sichern. Einmal mehr war das EHCW-Powerplay aber schwach, der Gastgeber überstand die zwei Boxplays ohne Schaden. In neun Spielen hat der EHCD noch kein einziges Gegentor in Unterzahl einstecken müssen – eine eindrückliche Bilanz.

Die vier Tore fielen allesamt schon vor Spielmitte. In der 16. Minute brachte Nils Berni die Gäste in Führung. Der Stürmer zeigte dabei eine tolle Scheibenkontrolle, indem er eine Steilvorlage perfekt annahm und sofort abzog. Nur 62 Sekunden später aber verteilte die Wetziker Defensive ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Ihr unterlief ein kapitaler Bock, Jan Bettinaglio nahm dankend an – 1:1.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts nützte Denis Vrabec aus, dass die Dübendorfer in der eigenen Zone zu wenig konsequent und diszipliniert agierten. In der Folge kam der EHCD zu einigen Chancen, liess diese aber liegen. In Überzahl zeigte er sich dann aber humorlos. Lars-Kevin Spillmann (27.) traf zum 2:2. Am Schluss aber jubelten gleichwohl die Wetziker.

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