Uster ist cleverer als der Gegner
Späte Entscheidung
Der UHC Uster fällt in den wegweisenden Phasen gegen Waldkirch-St. Gallen die richtigen Entscheidungen, siegt 7:4 und springt über den NLA-Strich.
Mit einem 7:4-Heimerfolg gegen Waldkirch-St. Gallen feiert der UHC Uster seinen dritten Saisonsieg. Er verbessert sich dadurch in der NLA-Tabelle auf Rang 8.
In einem intensiv geführten Spiel verdienten sich die Ustermer die drei Punkte mit ihrer Cleverness. Sie trafen in den entscheidenden Phasen die richtigen Entscheidungen.
Es war das erwartet enge Spiel zweier Tabellennachbarn, das die beiden Mannschaften den 285 Zuschauern im Buchholz boten. Zwar hatten die Ustermer über den Grossteil der Partie hinweg die Nase knapp vorn, doch die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. 81 Sekunden vor der Sirene gelang dem Heimteam das wegweisende 6:3.
Brütsch trägt seinen Teil bei
Der Premierentreffer Timon Günthards im Ustermer Dress lancierte das Spiel in der 7. Minute. Den zwischenzeitlichen Ostschweizer Ausgleich beantwortete dann Daniels Janis Anis auf einen sehenswerten Pass von Captain Tobias Ledergerber mit dem 2:1 noch im ersten Drittel – und ab diesem Zeitpunkt sollte Uster die Führung nicht mehr aus den Händen geben.
Seinen Teil dazu bei trug Keeper Nicola Brütsch, der in der Anfangsphase des Mitteldrittels zwei Grosschancen der St. Galler Holenstein und Haveri entschärfte. Zur zweiten Pause führte Uster 3:2, nachdem den Gästen entgegen dem Spielverlauf in der 36. Minute der Anschlusstreffer gelungen war.
Im Schlussabschnitt verpasste es der UHC Uster vorerst, seine Führung auszubauen. Pascal Schmuki und Pascal Kauppinen liessen dabei in Unterzahl gute Möglichkeiten aus. Die Ustermer traten in dieser Phase konsequenter auf als der Gegner und erzielten in der 48. Minute entsprechend auch ihren vierten Treffer. Marcel Arnet hatte Filip Karlsson den Ball ideal zwischen Torpfosten und Gästegoalie Lukas Genhart direkt auf die Kelle serviert.
Aus Ustermer Sicht musste man sich dann allerdings an der Nase nehmen, dass man dem Gegner nur 26 Sekunden später zu viel Raum und damit die Möglichkeit zum raschen Anschlusstreffer bot.
Zweimal ins leere Tor
Damit war die Schlussphase lanciert, in der Uster erneut eine Spur cleverer agierte. Zwar liess das Team von Simon Meier eine Überzahl ungenutzt, viereinhalb Minuten vor Schluss stellte Claudio Schmid mit dem 5:3 den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her.
Die Gäste ersetzten daraufhin Keeper Genhart durch einen sechsten Feldspieler, was die Ustermer zu zwei weiteren Toren ausnutzten.