Kuhns Podesthoffnungen platzen
Gibswiler Querprofi
Kevin Kuhn hat an der EM in Frankreich nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Er fuhr fehlerhaft und stürzte auch noch.
An einem perfekten Tag wäre für Kevin Kuhn an den Europameisterschaften eine Medaille durchaus drin gelegen. Und auf einen solchen hatte der beste Schweizer Querfahrer, der sich vor dem frühen ersten Saisonhöhepunkt in guter Form fühlte, natürlich gehofft.
Der Gibswiler machte vor dem Rennen in Pontchâteau aber auch klar: Die Fahrer an der Weltspitze sind derzeit so eng zusammen, dass es eben auch passieren kann, mit einer guten Leistung weit weg vom Podest zu landen.
Letzteres passierte dem Oberländer am Sonntag zwar, wobei ihm eben auch alles andere als ein perfekter Auftritt gelang. Kuhn wurde noch immer bester Schweizer beim EM-Rennen in Frankreich. Das schon. In den Kampf um die Medaillen aber vermochte er nicht einzugreifen.
«Es lief nicht so gut wie erhofft», fasste Kuhn sein Rennen zusammen und machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl.
Der Oberländer landete als Zwölfter gar ausserhalb der Top Ten, nachdem er im Vorjahr die EM noch auf Platz 5 beendet hatte. Auf den letzten Podestplatz, den der Niederländer Lars van der Haar trotz zweier Stürze herausfuhr, fehlten dem Tösstaler im Ziel über zwei Minuten.
Europameister wurde derweil der belgische Titelverteidiger Michael Vanthourenhout, EM-Silber holte sich der Brite Cameron Mason.
Kein gutes Gefühl, viele Fehler und Sturz
Sintflutartige Regenschauer und tiefer Schlamm auf der Strecke sorgten in Pontchâteau, wo die EM bereits 2016 stattgefunden hatte, für ein Rennen unter äusserst schwierigen Bedingungen.
Kuhn gelang der Start nicht wirklich, er konnte sich allerdings nach vorne arbeiten und hielt in der Folge vorerst gut mit. Die vierte von acht Runden nahm er auf Position 6 in Angriff.
«Dann aber war der Wurm drin», sagt Kuhn. «Ich fühlte mich nicht gut, machte viele Fehler.» Zu allem Übel stürzte der 25-Jährige auch noch, «das war aber sicher nicht der Grund, weshalb ich am Schluss so viel Zeit verlor».
Im Rennen der Juniorinnen klassierte sich die einzige Schweizer Starterin auf Rang 16. Die Eggerin Muriel Furrer hatte mit einem Platz in den Top Ten geliebäugelt, verpasste diesen bei ihrer zweiten EM-Teilnahme nach 2022 aber deutlich.