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Kuhn setzt auf eine simple Taktik

Letztes Jahr wurde Kevin Kuhn an der EM Fünfter. Was ist heuer für den besten Schweizer Querfahrer möglich?

Kevin Kuhn (vorne) ist vor der EM gut in Form. Das hat er mit seinen jüngsten Leistungen in Belgien gezeigt.

Archivfoto: Christian Merz

Kuhn setzt auf eine simple Taktik

Gibswiler an der Quer-EM

Kevin Kuhn packt die Europameisterschaften in Frankreich völlig entspannt an. Obwohl er am starken Resultat aus dem Vorjahr gemessen wird.

Erst wenige Wochen ist die Quersaison alt. Nur ein Weltcup-Rennen hat der Gibswiler Kevin Kuhn bisher absolviert. Und schon folgt ein früher Höhepunkt.

Zumindest auf dem Papier. Denn allzu viel Gewicht einräumen will der beste Schweizer Querfahrer der EM im Nordwesten Frankreichs nicht. Priorität geniessen für ihn der Weltcup und die belgische Superprestige-Serie.
Kuhns Ansatz für das EM-Eliterennen vom Sonntag in Pontchâteau: «Mal fahren und sehen, was passiert.»

An der EM 2022 klassierte sich Kuhn auf Rang 5. Daran wird der Querprofi, der letzte Saison erstmals aufs Weltcup-Podest fuhr und weiter Richtung Weltspitze vorrückte, nun gemessen. An einem perfekten Tag scheint für ihn jedenfalls vieles möglich.

Was «perfekt» für ihn genau heisst? «Gut und locker drauf sein. Und fahren, ohne gross zu überlegen», sagt der 25-Jährige. Nicht nur seine eigene Leistung sei derweil entscheidend, findet Kuhn. «Die Gegner müssen ebenfalls mitspielen.»

Eine Erinnerung zum Vergessen

Der Oberländer hat bereits einmal ein EM-Rennen in Pontchâteau absolviert. Vor sieben Jahren. Allerdings fuhr Kuhn damals in der U23.

Er dürfte nicht die besten Erinnerungen daran haben, wurde er doch 23. Und die Ausrichter haben den drei Kilometer langen Kurs, der mehrere Treppen und einige Steigungen aufweist, seither auch modernisiert.

Titelverteidiger ist einer der elf Belgier, Michael Vanthourenhout. Lediglich drei Sekunden verlor Kuhn am Samstag beim Superprestige-Rennen in Ruddervoorde (BEL) auf den 29-Jährigen und klassierte sich auf dem starken 4. Platz.

Tags darauf musste sich Kuhn beim Weltcup in Maasmechelen bei nahezu gleicher Besetzung etwas weiter hinten einreihen. Zehnter wurde der für einen belgischen Rennstall fahrende Tösstaler.

Er fing aber einen Platten ein und hatte damit Materialpech zu beklagen.

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