Wetzikon bricht ein
EHCW lässt sich abfangen
Erstligist EHC Wetzikon verspielt auswärts gegen Prättigau-Herrschaft beim 3:4 einen 3:0-Vorsprung. In der Schlussminute kassiert er zwei Gegentore.
Er führt komfortabel – und verliert dennoch 3:4. Erstligist Wetzikon liegt auswärts gegen Prättigau-Herrschaft zwischenzeitlich 3:0 vorne. Und scheint dem klaren Auftakterfolg gegen Luzern einen weiteren Sieg folgen zu lassen.
Doch im Schlussdrittel schmilzt der Vorsprung erst auf ein Tor zusammen, in der letzten Minute verspielt der EHCW in Grüsch dann nicht nur den Sieg, sondern schafft es nicht einmal, sich zumindest in die Overtime zu retten.
Neun Sekunden vor dem Ende kassiert die Mannschaft von Trainer Christian Modes das Tor zum 3:4, wobei Ivo Knuchel seinen eigenen Abpraller verwertet. Zeit, um nochmals reagieren zu können, bleibt den Gästen danach keine mehr.
Ein Konter ins Verderben
Das Ende ist bitter. Die Null in der Buchhaltung aber eben halt selbst verschuldet. Vor dem 3:3-Ausgleich erobern sich die Wetziker in der eigenen Zone die Scheibe, schaffen es aber nicht, diese weit ins Feld des Gegners zu spedieren und für Entlastung zu sorgen.
Die Bündner fangen den Befreiungsversuch ab, sind postwendend zurück im Verteidigungsdrittel des EHCW. 55 Sekunden vor der Sirene gleicht Yannick Bucher aus.
Noch fast ärgerlicher ist dann die Entstehung des entscheidenden vierten Gegentreffers. Die Oberländer verlieren ein Bully in der Offensivzone, danach auch gleich die Ordnung und werden vom Heimteam eiskalt ausgekontert.
Dabei läuft in Grüsch für die Wetziker vorerst alles nach Plan. Sie erarbeiten sich schon im Startdrittel verdient ein 2:0-Polster. Die Gäste sind das bessere Team. Am gefährlichsten sind sie immer dann, wenn sie nach einer Puckeroberung schnell nach vorne spielen.
Vorerst lässt der EHCW aber einige gute Möglichkeiten liegen. Beispielsweise Leeroy Rüsi, der alleine auf Dario Caduff zustürmen kann, das Privatduell gegen den Prättigau-Torhüter aber verliert.
Besser macht es später Teamkollege Siro Rutzer. Mit einem feinen Pass lanciert von Denis Vrabec, taucht Rutzer ebenfalls alleine vor dem Tor des Heimteams auf. Der Stürmer nützt seinen Freiraum aus und bringt den EHCW nach rund einer Viertelstunde in Führung.
Das Glück erhält Risse
Kurz darauf kassieren die Wetziker zwar ihre bereits dritte Strafe im Startdrittel. Aber erneut halten sie sich in Unterzahl schadlos. Mehr noch: Sie schlagen 92 Sekunden nach ihrem Führungstor gar erneut zu. Verteidiger Thomas Büsser fängt an der gegnerischen blauen Linie eine schlechte Bündner Auslösung ab, läufts vors Tor und trifft.
Noch vor der ersten Pause vergibt der EHCW den Ausbau der Führung. Das Versäumte holte er gleich zu Beginn des Mittelabschnitts nach, indem er die zu ungestüm anstürmenden Prättigauer bestraft.
Doch mit dem ersten Tor der Bündner (27.) erhält das Glück der Gäste erste Risse, ehe sie in der Schlussphase völlig einbrechen.
