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Die verwinkelten Gassen fordern ihn

Vor zwei Jahren verpasste Riccardo Rancan in seiner besten Disziplin eine EM-Medaille nur knapp. Nun erhält er die nächste Chance.

Für den Ustermer Riccardo Rancan steht mit der EM in Italien der Saisonhöhepunkt an.

Archivfoto: Swiss Orienteering/Rémy Steinegger

Die verwinkelten Gassen fordern ihn

Ustermer OL-Läufer

Riccardo Rancan ist trotz einer Erkältung zur Unzeit zuversichtlich: Der 27-Jährige hat sich für die Sprint-EM in Italien ein ehrgeiziges Ziel gesetzt.

Die Vorbereitung? War nicht wirklich ideal. Eine Erkältung hat Riccardo Rancan kurz vor dem Saisonhöhepunkt behindert. Genauer gesagt, zu Beginn seines dreiwöchigen Höhenblocks im Engadin, in dem er sich den Feinschliff geholt hat für die Sprint-EM in Italien.

Das ist bitter für ihn. Der Ustermer OL-Läufer geht gleichwohl davon aus, dass seine Form nun auf gutem Niveau ist. Einen der drei Wettkämpfe im Nordosten Italiens kann der 27-Jährige bestreiten, der Teil des wiederum starken, 18-köpfigen Schweizer Aufgebots ist.

Am Sonntag steht für ihn der Knock-Out-Sprint an. Die Qualifikation findet in der Gemeinde Creazzo statt, die K.o.-Läufe dann in der knapp sechs Kilometer entfernt gelegenen Stadt Vicenza.

Die Top 6 im Visier

Was erwartet Rancan von den Europameisterschaften? «Knappe Wettkämpfe in Stätten mit italienischem Ambiente», sagt er und geht von einem abwechslungsreichen Terrain aus, in dem er sein Können beweisen kann.

Das gewählte Gelände verspricht denn auch attraktive Wettbewerbe. Die schmalen, verwinkelten Gassen verlangen den Athletinnen und Athleten physisch viel ab. Und Rancan ist überzeugt: «Vor allem die Finals werden sicher technisch sehr fordernd.»

Das Ziel des Ustermers in «seiner» Disziplin, dem K.o.-Sprint: «Ich möchte den Final erreichen.» Dafür muss der WM-Siebte von 2021 besser als viele Konkurrenten sein, denn nur noch sechs Läufer erreichen die letzte Runde.

An den letzten kontinentalen Sprintmeisterschaften, wo die Disziplin erstmals im Programm war, konnte Rancan in den Kampf um die Medaillen eingreifen.

Als Vierter verpasste der A-Kader-Athlet vor zwei Jahren den Sprung aufs Podest vor dem Heimpublikum in Neuenburg nur knapp. Der Rückstand damals: eine einzige Sekunde.

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