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Bei den Vikings weht eine frische Brise

Die Dürnten Vikings sehen sich nach mageren Jahren wieder auf dem richtigen Weg. Grund ist unter anderem eine neue Kooperation.

Stürmer Tobias Hardmeier (links) ist der neue Captain der Dürnten Vikings.

Archivfoto: Christian Merz

Bei den Vikings weht eine frische Brise

Zweitligist EHC Dürnten Vikings

Nach zuletzt enttäuschenden Jahren herrscht bei den Dürnten Vikings viel Zuversicht. Ihr Ziel ist selbsterklärend: Sie wollen zurück in die Playoffs.

Es ist ein bunter Mix, den die Dürnten Vikings gewählt haben. Das Oberländer Team testete in der Vorbereitung für die am Samstag beginnende Meisterschaft gegen Erstligist Wetzikon (5:12), mehrmals gegen Konkurrenten aus der 2. Liga wie beispielsweise Regionalmeister Wallisellen (1:3) und auch gegen ein Juniorenteam der ZSC Lions (4:3).

Was auffällt, neben dem Fakt, dass die Vikings zwei Drittel der Begegnungen für sich entschieden: Sie traten jeweils mit maximal drei Sturmlinien und öfters nur mit zwei Verteidigerpaaren an.

Ist das Kader der seit längerem im Umbruch stehenden Dürntner so schmal geworden? Mario Senn winkt ab. Der weiterhin als Stürmer spielende Sportchef ist mit der Kadergrösse zufrieden. Und führt Verletzungen und Absenzen als Gründe für die lichten Reihen in den Tests ins Feld.

Mit Captain Noel Brunner und Adrian Stoob haben zwei weitere, langjährige Leistungsträger aufgehört. Und die für die Abstiegsrunde erneut reaktivierten Brüder Yves und Andy Rüegg zogen den nächsten Schlussstrich – sie sind ebenfalls nicht mehr dabei.

Die Anzahl jener Spieler, die in den erfolgreichen Jahren mit dem Schweizermeistertitel der 2. Liga als Höhepunkt (2019) eine prägende Rolle einnahmen, ist damit sehr klein geworden. Lediglich Mario Senn, Alain Deubelbeiss und Olivier Mütsch sind noch dabei.

Die Vikings haben dank der neu lancierten Zusammenarbeit mit Erstligist EHC Wetzikon dafür viel junges Blut ins Team pumpen können. Auf mehr als ein halbes Dutzend 18- bis 20-jähriger Spieler können sie setzen. Im Bewusstsein, dass die Jungen Zeit benötigen werden, um sich ans Erwachsenenhockey zu gewöhnen.

Wir sind auf dem richtigen Weg.

Mario Senn, Sportchef Dürnten Vikings

Sportchef Senn ist gleichwohl guter Dinge. «Wir sind auf dem richtigen Weg», ist er überzeugt und kündigt optimistisch an: «Wir sind am Schluss sicher nicht mehr da, wo wir letzte Saison waren.» Also unter dem Trennstrich auf Rang 9 – mit fünf Punkten Rückstand auf den letzten Playoffplatz.

Zwei Hauptprobleme standen am Ursprung des sportlichen Misserfolgs. Eine schwache Defensive mit über fünf Gegentreffer im Schnitt. Und die mangelnde Fitness. An beidem hat man gearbeitet. «Wir haben ein sehr gutes Sommertraining hinter uns», sagt Senn. Ab Juli waren die Vikings bereits auf dem Eis.

Neue Karten bei den Goalies

Trainer ist weiterhin Mischa Rüegg, der im Januar nach dem Abgang von Christian Thiemeyer übernommen hatte. Der junge Coach (34) hat in Zusammenarbeit mit dem Team ein System erarbeitet, dass die Anzahl Gegentore nach unten drücken sollte.

Senn sagt dazu: «Wir sprechen nun alle vom Gleichen. Man hat in der Vorbereitung gesehen, dass es greift.»

Ein zentraler Teil der Defensive sind die Goalies. Bei diesen haben die Vikings die Karten komplett neu gemischt. Sie setzen neu auf Robin Heeb, der seit der Saison 2020/21 keine Einsätze mehr in der 2. Liga absolvierte. Dazu auf Nachwuchskräfte aus der Wetziker U20.

Die Strategie beinhaltet ein gewisses Risiko. Aber es ist halt nun einmal auch so, dass die Besetzung der Goalieposten kein Selbstläufer ist. Und Sportchef Senn auch für andere Positionen unzählige Kandidaten angehen muss, um jeweils einen Transfer realisieren zu können.

Senn ist mit der Ausgangslage zufrieden. Er schwärmt von der guten Stimmung und versichert: «Es ist wirklich jedes Mal lässig, in die Garderobe zu kommen.»

Die Resultate dürften allerdings bald einmal Auswirkungen auf die Laune haben. Niederlagen machen niemanden fröhlich. Nur Siege sind motivierend.

Die Erwartungshaltung im Team: Man will in die Playoffs. Da die Gruppe 2 nur noch aus neun Teams besteht, müssen die Vikings einen Gegner hinter sich lassen, um das Ziel zu erreichen.

Zum Auftakt treffen die Dürnter auf den EV Dielsdorf-Niederhasli, den Qualifikationssieger der Vorsaison. Es ist gleich ein guter Gradmesser für die Oberländer.

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