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Er peilt wieder eine Hauptrolle an

Nach seinem Finaleinzug in der letzten Saison gehört der EHC Illnau-Effretikon zu den Gejagten in der 2. Liga.

Der EHC Illnau-Effretikon (Philip Beeler) startet als einer der Favoriten in die Meisterschaft.

Archivfoto: Robert Pfiffner

Er peilt wieder eine Hauptrolle an

Zweitligist EHC Illnau-Effretikon

Viel Substanz im Kader und beschwingt nach einer erfolgreichen letzten Saison: Der EIE dürfte erneut um den Qualifikationssieg mitspielen.

Welche Rolle kann der EHC Illnau-Effretikon spielen?

Nimmt man die letzten zehn Saisons (die Pandemie-Jahre fallen raus) zum Massstab und deutet daraus auf die Zukunft, kann die Antwort nur heissen: eine sehr prominente. Denn die Konstanz des EHC Illnau-Effretikon ist kaum zu toppen. Nie war der EIE schlechter klassiert als auf Rang 3.

Dritter wurde die Mannschaft von Trainer Gianni Dalla Vecchia in der Zweitliga-Gruppe 2 auch in der vergangenen Saison. Mit vier Niederlagen in den letzten sechs Partien verspielte der EIE zwar den möglichen Rang 1 im letzten Qualifikationsdrittel. Dafür war er im Unterschied zu Vorjahren danach in den Playoffs erfolgreich und musste sich erst im Final bezwingen lassen.

Davon kann sich das Team nun nichts mehr kaufen. Die Messlatte für die neue Saison aber ist hoch, der EIE zweifelsohne der Gejagte. Das Ziel des Teams ist derweil so unspektakulär wie selbsterklärend. Der Zweitligist peilt in der Qualifikation einen Platz in den Top 4 an – um mit Heimrecht in die Playoffs zu steigen.


Was hat sich in der Mannschaft verändert?

So wenig, dass man von Kontinuität sprechen kann. Das ist positiv. Und eben doch genug für eine Blutauffrischung, die ebenfalls nicht schaden kann. Der EIE, der weiterhin von Headcoach Gianni Dalla Vecchia und Assistent Christian Anderegg geführt wird, muss künftig ohne Goalie Michael Bachofner auskommen. Er hat zu Erstligist Wil gewechselt. Yann Wunderli und Carlo Fäh hörten beide auf.

Letzterer hinterlässt wohl die grösste Lücke. In der Garderobe, aber auch auf dem Eis. Fäh stürmte die letzten zwölf Jahre für den EIE und skorte sich in dieser Zeit zum Rekordtorjäger des Vereins. Eins zu eins lässt sich eine solche Persönlichkeit nicht ersetzen.

23 Feldspieler stehen im Kader des EIE, der weiterhin über zahlreiche erfahrene Spieler verfügt. Neu dazugestossen sind vor allem Junge, die man an die 2. Liga heranführen will. Sie sollen die Chance erhalten, «der älteren Generation Dampf zu machen», wie Assistenztrainer Christian Anderegg sich ausdrückt.

Mangels Sportchef haben er und Headcoach Dalla Vecchia die Kaderplanung übernommen. Sie haben das Team verbreitert. Und so auch den Konkurrenzkampf etwas angekurbelt.


Wie ist die Vorbereitung gelaufen?

Bäretswil, Weinfelden, Schaffhausen und Wetzikon – das sind nicht etwa Meisterschaftsgegner des EIE. Sondern in all diese Ortschaften musste der Oberländer Zweitligist in der Vorbereitung fürs Eistraining ausweichen. Da kommen einige Kilometer zusammen.

Wobei im Prinzip nicht die verschiedenen Orte das Problem sind. Sie sind keine Weltreise von Illnau-Effretikon entfernt. Der Knackpunkt ist: In fremden Hallen kann der EIE oft nur zu «später Stunde» Eis mieten. Nur ein einziges Training kann die Mannschaft vor dem Saisonstart am Samstag gegen Kreuzlingen-Konstanz im heimischen Eselriet bestreiten.

Nur logisch ist daher, dass der EIE all seine Testpartien auswärts bestritt. Die Bilanz lässt sich mit drei Siegen und einer Niederlage sehen. Etwas daraus ableiten lässt sich indes kaum. Für Anderegg sind die Resultate gar unerheblich, da man einiges ausprobiert hat und Schwerpunkte setzte. Wie etwa gegen Kreuzlingen-Konstanz das Forechecking. Ganz allgemein ist man beim EIE aber überzeugt: Der Weg stimmt.

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