Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Sport

Für diese Premiere muss sie leiden

Mit dem Weltcup-Sieg in Frankreich feiert Vera Looser den nächsten Erfolg einer starken Saison.

Am Weltcup-Rennen in Morzine hat Vera Looser ihr Stehvermögen unter Beweis gestellt und die gesamte Konkurrenz hinter sich gelassen.

Archivfoto: Christian Merz

Für diese Premiere muss sie leiden

Hinwiler Bikerin Vera Looser

Vera Looser gewinnt erstmals ein Weltcup-Rennen. 4500 Höhenmeter bewältigt sie dafür, die Schlusssteigung ist aus ihrer Sicht nur eines: brutal.

Vera Looser trainierte in den letzten Wochen vor allem lange Aufstiege. «Ihre grösste Schwäche», wie sie selber findet. Und der Aufwand hat sich gelohnt.

Die in Hinwil lebende Namibierin entschied das Marathon-Weltcup-Rennen im französischen Morzine für sich. Die zweifache Olympiastarterin liess die bosnische Weltcup-Leaderin Lejla Njemcevic auf dem 2. Platz um über anderthalb Minuten hinter sich. Dritte wurde die Schweizerin Irina Lützelschwab.

«Was für ein Tag in den französischen Alpen», freute sich Looser auf ihrem Instagram-Kanal. Und machte kein Geheimnis daraus, dass sie für ihren Erfolg hatte leiden müssen. Was sie allerdings genau so erwartet hatte: «Ich wusste, gegen Ende wird das ein Überlebensrennen.»

Der Blick auf den Umfang lässt erahnen, was die Fahrerinnen in den mehr als sechs Stunden bis ins Ziel leisteten. 100 km lang war der Kurs, gespickt mit fast 4500 Höhenmetern.

«Die letzten sieben Kilometer des Aufstiegs waren schlicht brutal», beschreibt Looser. «Speziell die letzten 500 Meter», in denen sie nicht mehr fahren konnte, sondern zu Fuss unterwegs war. «Als ob meine Beine zu diesem Zeitpunkt nicht bereits genügend geschmerzt hätten», scherzte Looser.

Gut für die 29-Jährige, die eine starke Abfahrerin ist: Die letzten 15 km des Kurses führten vorwiegend abwärts, sodass sie nicht mehr Gefahr lief, noch eingeholt zu werden.

Der Triumph in Südafrika

Der Erfolg von Looser kommt nicht etwa aus dem Nichts. Beim Marathon-Weltcup-Rennen im Juni war sie bereits auf Rang 3 gefahren. Erst wenige Monate ist es zudem her, seit sie am prestigeträchtigsten Bike-Mehretappen-Rennen der Welt triumphierte.

Mit ihrer Partnerin Kim Le Court gewann sie im März das Cape Epic in Südafrika. In der 6. von 7 Etappen rissen sie die Führung in der Gesamtwertung an sich.

Im August gewann Looser dann mit Le Court auch noch das fünftägige Etappenrennen Swiss Epic. «Ich habe ein glückliches Herz», sagte Looser danach. Die Aussage dürfte auch auf die Gefühlslage nach dem Triumph in Frankreich passen.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns