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Wenn der Gegner bissiger ist

Der FC Dübendorf war zwar nicht schlechter als die SV Schaffhausen. Aber der Gegner strebte den Sieg dezidierter an.

Den Schuh erhält der Dübendorf Aron Santos Lima zurück. Die Punkte aber nahmen die Schaffhauser mit.

Foto: David Kündig

Wenn der Gegner bissiger ist

FCD zieht den Kürzeren

Der FC Dübendorf war der SV Schaffhausen lange Zeit ebenbürtig. Am Ende erwiesen sich die Schaffhauser aber wie schon im Cup als zu stilsicher und gewannen relativ souverän 2:0.

Daniel Hess

Die SV Schaffhausen wird in der Region langsam, aber sicher zum ungebetenen Gast. Nachdem Uster der «Spielvi» zuletzt dreimal zu Hause unterlegen war, zog auch der FC Dübendorf nach der Niederlage im Cup bereits zum zweiten Mal in dieser Saison gegen die Schaffhauser den Kürzeren.

«Sie waren nicht viel besser als wir», sagte Shaip Krasniqi zwar trotzig. Aber sie seien bissiger gewesen und hätten den Ball mehr gewollt, gestand der FCD-Coach.

Jedenfalls waren die Schaffhauser gut genug, um den Interregio-Aufsteiger auch in der Meisterschaft in die Schranken zu weisen und 2:0 zu gewinnen.

Frühe Führung verpasst

Zunächst war Dübendorf den Gästen mehr als ebenbürtig gewesen und hatte sich mehrere Gelegenheiten erspielt. Der auffällige Aron Santos Lima scheiterte aber erst mit einem Lupfer und danach mit einem Schuss aus spitzem Winkel.

Adilj Sejdiji verpasste das Ziel, und der Kopfball des ansonsten blassen Denis Dzepo landete zwar im Tor, doch hatte der FCD-Stürmer zuvor ein Foul begangen.

Ich wollte den Spielfluss nicht stören.

Shaip Krasniqi

Trainer FC Dübendorf

Die Trinkpause schien dem Heimteam dann nicht gut zu bekommen. Danach fand es nämlich nicht mehr zur anfänglichen Stärke zurück und musste mitansehen, wie dafür Schaffhausen einen Gang höher schaltete.

Gleich dreimal hintereinander spielten sich die Gäste über die rechte Seite gefährlich vors Tor. Und nachdem erst ein Schaffhauser Angreifer das Tor verfehlt hatte und danach ein Abwehrspieler des FCD hatte klären können, schlug es beim dritten Mal im Dübendorfer Tor auch ein.

Zu späte Wechsel

Krasniqi hielt es nicht für zwingend, die von den Gästen augenscheinlich als Schwäche ausgemachte linke Abwehrseite zu stärken, und verzichtete trotz der hohen Temperaturen auch sonst auf jegliche frische Kräfte.

«Ich wollte den Spielfluss nicht stören», begründete Krasniqi die ausbleibenden Impulse. Welchen Fluss er damit meinte, war aber nicht klar ersichtlich. Die Dübendorfer liessen sich wohl zu keinem Zeitpunkt hängen, spielten sich wiederholt in den gegnerischen Strafraum und kamen dem Ausgleich mindestens einmal nahe, als Emre Ekinci den gegnerischen Goalie mit einem fulminanten Schuss prüfte.

Insgesamt aber erweckte der FCD nicht den Eindruck, als könnte er die solid verteidigenden Gäste ernsthaft in Verlegenheit bringen.

Als Krasniqi sich zehn Minuten vor Schluss endlich zu einem (Dreifach-)Wechsel durchringen konnte, war es längst zu spät. Da hatten die Schaffhauser nach einem Fehler der Dübendorfer im Aufbau nämlich bereits das zweite Tor erzielt und waren endgültig auf die Siegesstrasse eingebogen. Und von dieser war die zuletzt souverän agierende «Spielvi» in den Schlussminuten nicht mehr abzubringen.

Dübendorf - SV Schaffhausen 0:2 (0:1). – Tore: 36. Zwahlen 0:1. 73. De Nobile Berglas 0:2.

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