Im Startdrittel gelingt Laupen alles
Laupner NLA-Frauen
Der UHC Laupen legt gegen Bern Burgdorf bis zur ersten Pause 5:0 vor. Am Schluss fahren die Oberländerinnen einen verdienten 6:3-Erfolg ein.
Gleich mit drei Heimspielen hintereinander beginnt das Meisterschaftspensum des UHC Laupen. Das erste dieser Serie haben die Oberländer NLA-Frauen erfolgreich gestaltet. Sie bezwangen Bern Burdorf nach einem über weite Strecken souveränen Auftritt 6:3.
Den Grundstein zum Heimsieg legte das Team von Trainer Yves Kempf im ersten Drittel, in dem ihm alles gelang. Gleich fünf Tore erzielten die überaus spielfreudigen Laupnerinnen bis zur ersten Pause.
Wildermuth passt, Walser trifft
Besser hätten die Laupnerinnen nicht in die Partie starten können. Nach nur 36 Sekunden brachte Noemi Walser das Heimteam in Führung. Es war der Startschuss zu einem schlicht famosen ersten Abschnitt der auf Konter setzenden Oberländerinnen. Diese standen in der Abwehr kompakt, blockten reihenweise Abschlussversuche der bald einmal demoralisierten Gäste und zeigten bei immer wieder frechen Auslösungen viel Selbstvertrauen.
Sobald er in Ballbesitz war, fackelte der UHC Laupen nicht lange und spielte blitzschnell nach vorne. Zwei Spielerinnen ragten bis zur ersten Pause aus dem starken Kollektiv heraus. Da war einerseits Noemi Walser, der Zuzug von Zweitligist UHC Sarganserland, die ihre zwei Chancen eiskalt verwertete. Da war vor allem aber auch Andrea Wildermuth, die ein eindrückliches Comeback feierte und mit ihrer Übersicht glänzte.
Die sechsfache Nationalspielerin, die zuletzt eine Saison pausiert hatte, bereitete gleich drei Treffer vor. Und zwar immer auf dieselbe Art: Wildermuth hebelte mit perfekt getimten Querpässen die Abwehr aus, sodass ihre Teamkolleginnen den Ball jeweils nur noch im offenen Tor unterbringen mussten.
Der Schwung verebbt
Spätestens nach dem fünften Tor der Laupnerinnen schien die Frage nicht mehr, ob die Gäste auseinanderfallen würden. Sondern nur noch, wann. Denn wirklich Gegenwehr leistete Bern Burgdorf in jenem Boxplay nicht mehr, in dem Sabrina Aerne zum 5:0 traf.
«Es ging am Anfang fast zu einfach», sagte Laupen-Goalie Pascale Mir über das Startfurioso. Denn danach trat das ein, was die Gastgeberinnen erwarteten. Ihr Schwung verebbte mit Beginn des zweiten Drittels. Nun versprangen auch ihnen Bälle, taten sich in der Laupner Abwehr Lücken auf.
Bern Burgdorf traf innerhalb von nicht einmal zwei Minuten doppelt. Und witterte Morgenluft. Nun wackelten die Laupnerinnen. Ein drittes Tor der Gäste hätte die Partie wohl definitiv neu lanciert. Laupens-Goalie Mir dazu: «Zum Glück konnten wir das verhindern.»
Darauf können wir aufbauen.
Pascale Mir, Goalie UHC Laupen
Das Heimteam fing sich wieder. Bis vier Minuten vor Schluss blieb der Spielstand unverändert. Dann spielten die Gäste ihre letzte Karte, indem sie ihre Torhüterin durch eine zusätzliche Feldspielerin ersetzten. Doch der Schuss ging nach hinten los – Sabrina Aerne beförderte den Ball zum 6:2 ins verwaiste Tor. Dass die Gäste ohne Torhüterin doch noch einmal trafen, verkam zur Randnotiz.
Pascale Mir war mit dem Auftritt zufrieden. «Darauf können wir aufbauen», sagte die Torfrau. Ihr Ansatz für die nächsten Spiele ist, nicht die ersten 20 Minuten zum Massstab zu nehmen, sondern die Leistung im letzten Abschnitt. «Das ist realistischer.»
