Für die Falken kommt jetzt der Elchtest
Glattaler Erstligist
Die Glattal Falcons stehen vor einer schwierige Aufgabe: Sie müssen ihren überraschenden Halbfinal-Vorstoss der letzten Saison bestätigen.
So etwas muss man erst einmal schaffen: Mit minus 42 wiesen die Glattal Falcons in der vergangenen Saison die schlechteste Tordifferenz aller Teams in der Gruppe 2 auf. Und schlüpften auf Rang 8 dennoch in die Playoffs.
Da warfen sie dann Qualifikationssieger Bassersdorf Nürensdorf raus. Für die Falken kommt nach dem überraschenden Halbfinal-Einzug nun die Saison der Bestätigung. Sportchef Sascha Galimberti spricht von einer Herausforderung, ist aber zuversichtlich, diese zu meistern. «Auch wenn es nicht einfach wird.»
Galimberti geht davon aus, dass sich in der Gruppe 2 rund sechs Teams sicher für die Playoffs qualifizieren. «Dahinter wird es eng und alle haben die Chance, die Plätze 7 und 8 zu belegen.»
Das treffsichere Brüderpaar
Zu den Mannschaften im unteren Tabellenviertel dürften die Glattaler zählen, die ähnlich stark sind wie in der Vorsaison. Das Gesicht der Mannschaft hat sich nur leicht verändert. In der Offensive sind die Falken wohl weiterhin auf ihr treffsicheres Brüderpaar Fabian und Cyril Zolliker angewiesen, das zusammen 68 Skorerpunkte hamsterte.
Nur vier Spieler trafen in der Gruppe 2 öfters als Fabian Zolliker mit seinen 24 Toren. Neben seiner Treffsicherheit ist Zollikers Konstanz beeindruckend. In der Saison 2021/22 hatte der Stürmer 23-mal getroffen.

Auf die neue Saison hin hat sich einiges getan in der Erstliga-Gruppe 2. Davos-Klosters, Frauenfeld und Zürisee sind alle nicht mehr da. Dafür treffen die Glattal Falcons und Lokalrivale UHC Pfannenstiel in der am 10. September beginnenden Meisterschaft neu auf NLB-Absteiger March-Höfe sowie den Aufsteiger Uri und Winterthur United.
Nicht wenige Protagonisten gehen davon aus, dass die Teams näher zusammenrücken, nachdem in der letzten Saison eine Dreiklassengesellschaft herrschte. «Pfanni»-Topskorer Florian Nideröst etwa sagt: «Ich erwarte viele sehr enge Spiele, da die Qualität der 1. Liga von Jahr zu Jahr zunimmt.»
Eine Gruppe mit Spektakelgarantie
Ihren Teil dazu bei tragen jene namhaften Spieler, die aus der Nationalliga oder dem Ausland in die 1. Liga wechseln. Wie eben Markus Kulmala, der sich dem UHC Pfannenstiel anschloss. Oder der ehemalige schwedische Junioren-Weltmeister Isaak Julkunen, der neu für Bassersdorf Nürensdorf aufläuft. Die grössten Schlagzeilen schrieb indes Bülach mit der Verpflichtung von Christoph Meier. Der Stürmer gilt als einer der erfolgreichsten Schweizer Unihockeyspieler der letzten Jahre.
Er hat mit GC mehrere Titel gewonnen und war lange Leistungsträger im Nationalteam. Im Januar wurde der 30-Jährige vom schwedischen Internetportal Innebandymagazinet gar unter die zehn besten Unihockeyspieler der Welt gewählt.
Jetzt ist er zurück bei seinem Stammklub – und dürfte so manchem Erstliga-Goalie den Angstschweiss auf die Stirn treiben.
