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Diese Erfolge spornen ihn an

Felix Stehli beendet die Bulgarien-Rundfahrt als Gesamtdritter. Es ist das bisher wichtigste Resultat seiner Karriere.

Felix Stehli hat mit seinen jüngsten Leistungen viel Selbstvertrauen für den Rest der Saison gesammelt.

Archivfoto: Roger Hofstetter

Diese Erfolge spornen ihn an

Gibswiler Felix Stehli

Felix Stehli hat im Kampf um seine Zukunft kräftig Argumente gesammelt. Er fährt an der Bulgarien-Rundfahrt dreimal aufs Podest und wird Gesamtdritter.

Ein Massensprinter? Nein, das ist Felix Stehli nicht. Dafür fehlt dem jungen Gibswiler noch etwas die Kraft in den Beinen, wie er findet.

Und so hofft der 22-Jährige an der Bulgarien-Rundfahrt vor der letzten Etappe, diese allenfalls aus einer kleinen Fluchtgruppe heraus gewinnen zu können. Stehlis Wunschszenario tritt nicht ein, stattdessen kommt es zum Massensprint.

Es ist das bisher wichtigste Resultat meiner Karriere.

Felix Stehli

Der Oberländer fährt in diesem zwar ganz vorne mit, verpasst den Sieg aber knapp. Zweiter wird er hinter Michele Gazzoli, über den er anerkennend sagt: «Der hat schon ein richtig gutes Niveau.»

Der Italiener liess vor Kurzem in Norwegen bei seinem ersten Sieg bei den Profis zahlreiche World-Tour-Fahrer hinter sich, notabene unmittelbar nach Ablauf einer einjährigen Dopingsperre.

Der Podestplatz-Sammler

Kaum eine halbe Radlänge trennt Stehli in Schumen, einer rund 70’000 Einwohner zählenden Stadt in Ostbulgarien, letztlich vom Etappensieg. «Heute hat nicht viel gefehlt», stellt der Tösstaler fest.

Enttäuschung über den Rennausgang ist bei ihm trotzdem keine herauszuhören. Stehli hat auch keinen Grund dazu. Im Gegenteil. Er hat an der zur UCI-Europe-Tour zählenden Bulgarien-Rundfahrt seine Qualitäten mehrfach unter Beweis gestellt.

Gleich dreimal fährt er in der sechstägigen Rundfahrt aufs Podest. Er beendet sie zudem als Gesamtdritter.

Stehli sagt: «Das bedeutet mir viel. Es ist das bisher wichtigste Resultat meiner Karriere.»

Im Frühling wurde der Gibswiler an einem Mehretappenrennen in Griechenland zwar ebenfalls Gesamtdritter. Weil die meisten Fahrer damals noch auf Formsuche waren, schätzt er das jüngste Ergebnis als wertvoller ein.

Die Risikobereitschaft ist hoch

Aus 21 Mannschaften besteht das Feld in Bulgarien, 11 sind auf Continental-Stufe gemeldet. Wie das EF Education-Nippo Development Team – die Nachwuchsequipe des World-Tour-Teams EF Education-EasyPost –, bei dem Stehli unter Vertrag steht.

Dass er innert weniger Tage zweimal Dritter und einmal Zweiter geworden ist, sieht Stehli nicht als selbstverständlich an. «In diesen UCI-Rennen sind vordere Platzierungen schwierig herauszufahren. Das Niveau ist recht hoch», sagt er und gibt zu bedenken: «Jeder will Profi werden. Darum halten einige ganz schön rein.»

Ich bin motiviert, weiter zu kämpfen.

Felix Stehli

Die hohe Risikobereitschaft im Peloton erfährt er in der zweitletzten Etappe am eigenen Leib. In der Zielkurve stürzt Stehli unverschuldet, kommt aber glimpflich davon.

Zu seinem Glück, denn die Saison ist noch nicht zu Ende. Stehli packt den Rest davon in der Gewissheit an, dass die Form stimmt. Das spornt den Oberländer an, dessen sportliche Zukunft übers Jahr hinaus offen ist. «Es sieht vertraglich schlecht aus», gibt Stehli offen zu. Und sagt: «Ich bin aber motiviert, weiter zu kämpfen.»

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