Das Regenchaos brachte Sauber kein Glück
Verstappen gewinnt Heimrennen
Der Hinwiler Formel-1-Rennstall musste in den Niederlanden auf Chaos hoffen. Das traf zwar ein, spülte die Sauber-Piloten aber nicht nach vorn.
Es gab einen Moment in diesem GP der Niederlande, da stand das Hinwiler Team Alfa Romeo richtig gut da. Als das Safety-Car nach dem Crash von Logan Sargeant im Williams in der 17. Runde auf die Strecke fuhr, lag Zhou Guanyu an 6. Stelle. Diese Rangierung hätte dem Chinesen acht WM-Punkte eingebracht – und den von der Hinwiler Sauber Motorsport AG geführten Rennstall vom 9. auf den 7. WM-Rang befördert.
Hätte, wäre. Denn am Ende ging Alfa Romeo leer aus, zum schon fünften Mal in Serie. Als es wenige Runden vor Schluss zum zweiten Mal regnete, und zwar sintflutartig, rutschte Zhou in der ersten Kurve von der Strecke. Sein Rennen endete in den Leitplanken – allerdings lag er da bereits ausserhalb der Top Ten. Wie Valtteri Bottas, der das Rennen als 14. beendete.
Damit bleiben die Hinwiler auf dem zweitletzten WM-Rang. Der Rückstand auf den von Williams gehaltenen 7. Rang ist allerdings um vier Punkte auf sechs angewachsen.
Der Reifenpoker ging nur zu Beginn auf
Dass für die Hinwiler unter normalen Umständen nichts zu holen sein würde, war nach den Startplätzen 15 (Zhou) und 18 (Bottas) bereits klar. Bei Sauber dürfte man sich daher über den Regen zum Rennstart gefreut haben – und setzte auf zwei verschiedene Strategien. Während Bottas auf den Trockenreifen draussen blieb, auf besseres Wetter hoffte und dadurch weit zurückfiel, wechselte Zhou früh auf Intermediates-Reifen, wodurch er zwischenzeitlich gar auf dem 2. Rang lag.
Als dann alle wieder Trockenreifen holten, lag er an fünfter Position und war einer der Profiteure. «Doch dann kam das Safety-Car für uns im falschen Moment», sagte der Chinese. Als das Feld zusammenrückte, war er einfache Beute für die Autos hinter ihm, die auf der schnelleren weichen Reifenmischung unterwegs waren.
Verstappen egalisiert Rekord
Den Sieg in Zandvoort holte sich Max Verstappen – wer denn sonst. Der zweifache Weltmeister und klare WM-Leader feierte im Red Bull den neunten Sieg in Serie und egalisierte damit den Rekord von Sebastian Vettel aus der Saison 2013. Verstappen brillierte im Trockenen und bei Regen – und verwies diesmal Fernando Alonso im Aston Martin sowie Pierre Gasly im Alpine auf die Plätze.