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Die erste Hürde ist eine altbekannte

Im Gossauer Team ist vieles beim Alten geblieben. Sogar das Ziel. Und trotzdem ist in einigen Bereichen noch Luft nach oben.

Der Gossauer Blick (FCG-Akteur Jonas Müller, rechts) geht vorerst nur bis zur Winterpause. Danach zieht man beim FCG eine Zwischenbilanz.

Archivfoto: Christian Merz

Die erste Hürde ist eine altbekannte

Zweitligist FC Gossau

Ein gewichtiger Zuzug, daneben viel Beständigkeit: Die Gossauer packen die Saison mit einem eingespielten Team an. Und derselben Herangehensweise.

Seine Sommerferien verbrachte ­Andreas Häsler nicht irgendwo an ­einem Strand, sondern daheim – an seinem Haus standen Umbauarbeiten an. Solche musste er in seinem Klub nicht beaufsichtigen. Einmal mehr segelte der FC Gossau in ruhigem Gewässer durch die Sommerpause.

Zwar verlief die Suche nach einem torgefährlichen Spieler zäh, aber letztlich erfolgreich. Dem FCG gelang ein bemerkenswerter Zuzug: Yves Sanchez schnürt neu für ihn die Schuhe.

Der 34-Jährige verfügt über reichlich Erfahrung in höheren Ligen. Zuletzt pausierte er, davor stand Sanchez mehrere Saisons lang bei Erstligist 04 unter Vertrag. «Er hilft uns mit seiner Routine, ist technisch stark. Und von seiner Schnelligkeit hat er nichts verloren», freut sich Häsler über die Verstärkung.

Sanchez hat früher schon einmal in Gossau gespielt und kennt viele der Spieler bereits, Angewöhnungszeit wird er keine brauchen. Er ist auch von Anfang an gefordert. «Wir brauchen ihn», sagt Häsler mit dem Hinweis auf Lücken in der Offensive.

Peter Niffeler (8 Tore) ist kürzergetreten und kickt nur noch fürs dritte FCG-Team, Mario Limata (7) fällt nach seinem Kreuzbandriss die gesamte Vorrunde aus.

Der Geist muss wieder her

Trainer Häsler kann weiterhin auf eine routinierte, eingespielte Mannschaft setzen. Nicht nur im Team herrscht Beständigkeit, das Ziel ist ebenfalls dasselbe wie im Vorjahr. Auch wenn Häsler sich klar ist, dass er nach der guten letzten Saison festhalten müsste: «Wir wollen in die Top 6.»

Der Trainer hofft stattdessen erneut auf eine solide Vorrunde und sagt: «Wir wollen in dieser 20 Punkte holen. Alles darüber ist Zugabe.» Danach will man beim FCG weitersehen.

Würden wir in gewissen Situationen cooler reagieren, Thema Schiedsrichter, Thema Gegner, könnten wir uns wohl am meisten steigern.

Andreas Häsler, Trainer FC Gossau

Eine der Tugenden ist, dass die Gossauer auf Rückschläge jeweils reagieren können. Mehr als zwei Niederlagen hintereinander gab es unter Häsler noch nie. «Wenn wir diesen Geist wieder abrufen können, sind wir auf gutem Weg», ist er überzeugt.

Und wo sieht er Potenzial? Nicht primär im Fussballerischen. «Würden wir in gewissen Situationen cooler reagieren, Thema Schiedsrichter, Thema Gegner, könnten wir uns wohl am meisten steigern», sagt er. «Das gilt auch für mich.»

Kader FC Gossau

Tor: Marc Fankhauser (23), Noël Morgenthaler (25), Roman Jaggi (35).
Verteidigung: Youssouf Ouattara (25), Jan Weickgenannt (21), Michael Dörig (26), Dario Zöbeli (21), Tiago Alves (33), Severin Forster (22), Oliver Meyer (30), Alessio Perot (30).
Mittelfeld: Roman Gachnang (34), Yves Kündig (34), Daniel Meier (34), Manuel Kriz (20), Fabio De Nunzio (30), Jari Fankhauser (22).
Angriff: Alain Morgenthaler (23), Jonas Müller (28), Yves Sanchez (34), Matteo Piras (19), Mohamad Abou (23), Mario Limata (23), Riley Christen (22).

Zuzüge: Yves Sanchez (Linth/Pause), Mohamad Abou (Wetzikon 2).
Abgänge: Peter Niffeler (3. Mannschaft), Domenico Carnuccio (Brüttisellen-Dietlikon), Berk Kuzman (Adliswil), Jann Bieri (Wittenbach), Oswaldo Van Dunem, Riccardo Buldo (beide unbekannt).

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