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Er zählt automatisch zum Favoritenkreis

Simon Marquart bestreitet die WM in einer speziellen Rolle. Diese lässt nur ein Ziel zu.

Eine grosse Aufgabe: Simon Marquart muss an der WM sein Weltmeistertrikot verteidigen.

Foto: Screenshot Instagram

Er zählt automatisch zum Favoritenkreis

Mönchaltorfer BMX-Fahrer

Die WM in Glasgow ist Simon Marquarts Saisonhöhepunkt. Zuletzt gelangen ihm zwar keine grossen Siege mehr, im Fokus steht er in Schottland trotzdem.

Anfang Mai trainierte er ein paar Tage in Glasgow. Nun ist Simon Marquart in die schottische Hauptstadt zurückgekehrt, wo seit dem 3. August die Super-Rad-WM mit 13 Disziplinen und rund 8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stattfindet.

Ab Samstag nimmt der Mönchaltorfer BMX-Fahrer seinen wichtigsten Wettkampf der Saison in Angriff, indem alles andere als weitere Einsätze am Sonntag in den K.-o.-Runden eine Enttäuschung wäre.

Seine Ausgangslage ist speziell: Marquart packt die WM als Titelverteidiger an, nachdem er sich vor Jahresfrist nach einem furiosen Schlussspurt in Nantes als erster Schweizer überhaupt den Titel gesichert hatte.

Der Olympia-Teilnehmer von Tokio mag die Bahn an der Archerhill Road. «Auf einer Skala von eins bis zehn würde ich ihr eine sechs oder sieben geben», sagt er. «Ich fahre sie gerne.»

Die Eckdaten: Die Bahn ist 400 Meter lang, aber nur 5 Meter breit. Grundsätzlich ist es noch immer derselbe Kurs wie vor fünf Jahren, wobei Marquart sagt: «Sie haben ihn etwas entschärft.»

Freude über Platz 4

2018 hatte der beim Militär als Zeitsoldat angestellte Fahrer an der EM eine Medaille als Vierter nur knapp verpasst. Und war hinterher nicht etwa enttäuscht: «Ich habe eher den Platz 4 gewonnen als den dritten Platz verloren.»

Marquart stand damals allerdings noch an einem ganz anderen Punkt der Karriere. Nach Erfolgen im Nachwuchs tat er sich in der Elite länger schwer, ehe ihm 2021 mit dem ersten Weltcup-Sieg und später mit dem Gewinn des Gesamtweltcups der Durchbruch gelang.

Als Titelverteidiger zählt Marquart in Glasgow neben mehreren Franzosen und dem niederländischen Olympia-Sieger Niek Kimmann automatisch zum Favoritenkreis. Auch wenn der Mönchaltorfer heuer in den vier Weltcup-Rennen noch nie auf dem Podest gestanden ist. Sein bestes Resultat erzielte er mit Rang 5 gleich zum Auftakt in der Türkei.

Seit dem WM-Titel vor einem Jahr hat Marquart keine grossen Siege mehr feiern können. Der 26-Jährige streitet nicht ab, dass das Tragen des Weltmeistertrikots Auswirkungen hatte.

Er ist seither ständig im Fokus, hat sich selber mehr unter Druck gesetzt. Auch die Erwartungen anderer an ihn sind deutlich höher geworden.

Auf eine klare Ansage für die WM verzichtet Marquart. Aber er fühlt sich in Form. Das ist eine gute Grundlage. Und das Ziel für einen Weltmeister ist sowieso selbsterklärend – es kann nichts anderes sein als die Titelverteidigung.

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