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Sauber punktet nicht – Verstappen sorgt für einen Aufreger

Ohne Regen nichts gewesen: Die Alfa-Romeo-Piloten landen in Belgien nicht in den Punkterängen.

Punkte holte das Sauber-Duo in Belgien nicht: Valtteri Bottas (vorne) wurde 12., Zhou Guanyu kam direkt hinter ihm ins Ziel.

Foto: Sauber Motorsport

Sauber punktet nicht – Verstappen sorgt für einen Aufreger

GP von Belgien

Die Hinwiler hoffen in Spa-Francorchamps vergeblich auf Regenchaos, während der Niederländer siegt und sich am Funk mit seinem Renningenieur duelliert.

Im letzten Rennen vor der Sommerpause gab es für Alfa Romeo wie erwartet keine WM-Punkte. Mehr als die Ränge 12 (Valtteri Bottas) und 13 (Zhou Guanyu) lagen für den von der Hinwiler Sauber Motorsport AG geführten Rennstall im GP von Belgien in Spa-Francorchamps nicht drin. Und auf Wetterchaos hoffte man bei Sauber vergeblich: Der angekündigte Regen blieb nahezu aus. Zwar regnete es auf vereinzelten Streckenabschnitten tatsächlich zeitweise, aber nicht genug stark, um auch nur über einen Reifenwechsel nachzudenken.

Die Schwächen des C43-Ferrari fallen auf Strecken mit vielen Hochgeschwindgkeitsabschnitten wie dem Traditionskurs in den Ardennen besonders ins Gewicht. Bottas fehlten im Ziel knapp vier Sekunden auf Yuki Tsunoda, der sich als Zehnter den letzten WM-Punkt sicherte und damit in der Konstrukteure-WM den Rückstand von Schlusslicht AlphaTauri auf die Hinwiler auf sechs Punkte verringerte.

Positiv für Sauber ist: Weil auch Haas und Williams nicht punkteten, liegt der 7. WM-Rang weiterhin nur zwei Zähler entfernt. In Spa hatten Bottas und Zhou schon am Samstag keine Chancen auf Punkte gehabt. Im Sprintrennen, in dem es nur für die ersten acht Fahrer WM-Punkte gibt, wurde der Finne 13., der Chinese landete auf Rang 15.

An der Spitze zeigte sich einmal mehr: Offensichtlich kann in dieser Saison nichts und niemand Max Verstappen stoppen. In Belgien feiert der Niederländer den achten Sieg in Serie, den zehnten insgesamt im zwölften Rennen des Jahres.

Auch eine Strafe kann ihm nichts anhaben

Fünf Überholmanöver sind dafür nötig, weil er nach einer Startplatz-Strafe wegen eines unerlaubten Getriebewechsels nicht von ganz vorne, sondern nur von Platz sechs aus startet. Statt ihm steht Charles Leclerc im Ferrari auf der Pole Position. Doch der Monegasse weiss: Eher früher als später wird Verstappen an ihm vorbeifliegen – der Holländer war im Qualifying acht Zehntel schneller als er.

Neun Runden dauert es im Rennen dann, bis Verstappen Leclerc überholt und nun nur noch seinen Teamkollegen Sergio Perez vor sich hat; der Mexikaner war in der ersten Runde schon am Ferrari vorbeigezogen. Bis sich Verstappen auch ihn schnappt, vergehen weitere acht Runden - und ein gehässig wirkender Wortwechsel zwischen dem Holländer und seinem Renningenieur, der mit den Worten endet: «Tu einfach was ich sage und vertrau mir, Max.» Es klingt, als wären die beiden ein altes Ehepaar.

Es bleibt der einzige Aufreger an diesem Rennsonntag. Verstappen erlebt ein fast perfektes Wochenende mit 33 WM-Punkten – 25 für den GP-Sieg, acht für den Triumph im Sprint vom Samstag. Nur den Punkt für die schnellste Rennrunde holt er nicht, Lewis Hamilton schnappt ihm diesen in der letzten Runde noch weg.

Die Ironie der Geschichte: Verstappens Vorsprung wäre genug gross gewesen, um einen weiteren Stopp einzulegen und sich auch den Extrapunkt noch zu ergattern. 22 Sekunden hinter ihm sorgt Perez für einen Red-Bull-Doppelsieg, dahinter schafft es Leclerc zum erst dritten Mal in dieser Saison aufs Podest.

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