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Das sind unsere Regionalfussball-Awards

Die Saison ist zu Ende – und wir verteilen die Pokale.

Auch ihre Teams haben sich in dieser Saison Auszeichnungen verdient: Greifensees Severin Burkart (links) im Duell mit Rütis Mark Meier.

Archivfoto: David Kündig

Das sind unsere Regionalfussball-Awards

Von Fairplay bis zur Schiessbude

Die Saison ist vorbei. Wer hat am meisten Tore erzielt? Wo stand die löchrigste Abwehr? Wer war das unfairste Team? Wir präsentieren die Besten.

Die Aufsteiger

Wir haben ihn schon gebührend gewürdigt, den FC Dübendorf. Aber er sei hier doch noch einmal erwähnt. Denn er ist der einzige Klub von unseren Zweit- und Drittligisten, der in der letzten Saison einen Aufstieg bejubeln konnte. Neu – respektive nach einigen Jahren wieder – auf dem Zweit- und Drittliga-Radar erscheinen der FC Fehraltorf und der FC Kollbrunn-Rikon, die den Sprung von der 4. Liga eine Stufe hoch geschafft haben.

Die Absteiger

Eigentlich belegten sechs Teams aus der Region Abstiegsplätze in der 2. und 3. Liga. Weil aber Greifensee der Relegation doch noch knapp entrinnen konnte, verabschieden sich letztlich fünf Drittligisten in die Anonymität der 4. Liga. Auffällig dabei: Es traf alle vier 2. Mannschaften von Oberländer Klubs, die in der 3. Liga spielten - und dazu Glattal Dübendorf. In der nächsten Saison spielen aus unserer Region also nur Fanionteams in der 3. Liga und höher.

Der Topskorer-Award

Man kommt an diesem Namen halt einfach nicht vorbei, wenns um die besten Skorer im Oberland geht: Mit 31 Meisterschaftstreffern war Edison Syla nicht nur der beste Torschütze des FC Rüti, sondern von allen Zweitligisten im FVRZ-Gebiet. So viele Tore schoss in der 2. Liga übrigens seit der Saison 2013/2014 kein Spieler mehr – damals brachte es mit Pascal Waser ebenfalls ein Rütner auf 31 Treffer. Edisons Bruder Taulant Syla brachte es diesmal übrigens auf 17 Treffer. Das ist ein Tor weniger als die besten Oberländer Drittliga-Torschützen – Adrian Fahrni vom FC Effretikon und Alexander Jetzer vom FC Wald.

Rüti Edison Syla gegen Gossau Oswaldo van Dunem
Der Erfolgsgarant: Edison Syla vom FC Rüti schwang mit 31 Toren deutlich obenaus.

Der Torreigen-Award

Es überrascht ja nicht wirklich: Ein einziger Klub aus der Region schoss im Schnitt mehr als drei Tore pro Spiel – der FC Rüti. 83 Treffer in 26 Partien, das sind 3,19 pro Match. Mehr als die Hälfte davon stammt von den Syla-Brüdern – allein die beiden haben mehr Tore erzielt als etwa der FC Greifensee insgesamt. Am andern Ende der Skala finden sich die beiden Drittliga-Absteiger Wetzikon 2 und Glattal Dübendorf – mit genau einem Tor pro Spiel im Schnitt.

Der Schiessbuden-Award

Auch diese Auszeichnung geht an den FC Rüti, und zwar an seine zweite Mannschaft. Rüti 2 kassierte pro Spiel im Schnitt 3,82 Gegentore. Die Rütner Reserven standen auch in einem der beiden torreichsten Spiele der Saison auf dem Platz: bei der 1:11-Niederlage gegen den späteren Aufsteiger Kloten. Mit demselben Resultat verloren die Wetziker Reserven in Glattbrugg – zwölf Tore in einem Spiel ist der Höchstwert der Saison.

Der Steigerungs-Award

Die Tabelle lügt nicht, sagt man – und denkt dabei an die Schlusstabelle. Aber sie erzählt auch nicht die ganze Wahrheit. Denn nur selten ist ein Team in der Hin- und Rückrunde wirklich gleich stark. Am stärksten gesteigert hat sich von den regionalen Equipen der FC Volketswil. Im Winter drohte dem Zweitliga-Absteiger mit nur 13 Punkten noch der Abstiegskampf. In der Rückrunde katapultierte sich der FCV nach vorn, war das beste Team der Drittliga-Gruppe 3 und holte mit 28 Zählern 15 mehr als noch im Herbst – eine grössere Steigerung gelang keinem anderen Team. Mit klarem Rückstand auf Rang 2 folgt in dieser Wertung der FC Dübendorf, der sich um neun Punkte steigerte.

Der Absturz-Award

Bei Saisonhälfte noch im gesicherten Mittelfeld, am Ende (fast) im Elend. Die zweifelhafte Ehre des Absturz-Awards teilen sich zwei Klubs: Zweitligist FC Greifensee und Drittligist FC Hinwil. Beide holten in der Rückrunde sieben Punkte weniger als in der Hinrunde und rutschten damit in der Tabelle noch ziemlich ab – beide kamen aber auch mit einem blauen Auge (und dem Ligaerhalt) davon.

Der Fairness-Award

Nur 40 Fairplay-Strafpunkte (1,82 pro Spiel) liess sich der FC Hinwil zuschulden kommen – und ist damit deutlich das fairste Team aller Oberländer Zweit- und Drittligisten. Mit 50 (2,27 pro Spiel) folgt Effretikon auf dem 2. Rang, aufs Podest schafft es auch Pfäffikon 2 mit 52 (2,36). Wir stellen fest: Zweitligisten sind ganz vorne keine vertreten.

Der Hacker-Award

Am anderen Ende der Skala steht ein Zweitligist: Der FC Rüti sammelte 161 Strafpunkte, damit 6,19 pro Spiel – und sichert sich so den zweifelhaften Titel des unfairsten Teams der Saison. Knapp vor Interregio-Klub Uster notabene, der auf 160 Punkte kam. Weil die Ustermer aber zwei Spiele mehr zu absolvieren hatten, liegen sie nach Strafpunkten pro Partie (5,71) deutlicher hinter den Rütnern.

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