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Das Risiko ist ins Bewusstsein gerückt

Die Strassen-SM im Oberland findet trotz dem tödlichen Unfall an der Tour de Suisse statt – mit Respekt, aber ohne zusätzliche Massnahmen.

Der tödliche Unfall von Gino Mäder an der Tour de Suisse trübt die Vorfreude auf die Strassen-SM.

Foto: Keystone

Das Risiko ist ins Bewusstsein gerückt

Nach Tod von Gino Mäder

Die Strassen-SM im Oberland findet trotz dem tödlichen Unfall bei der Tour de Suisse statt. Am Samstag startet die Gedenkfahrt für Mäder in Wetzikon.

Der Samstag steht an der Strassenrad-SM ganz im Zeichen des Abschieds von Gino Mäder. Die ursprünglich über den ganzen Tag verteilten Rennen werden nun alle am Vormittag durchgeführt.

Um 13.30 Uhr wird dann die Gedenkfahrt gestartet, die vom Start- und Zielgelände in Wetzikon zur Offenen Rennbahn in Oerlikon führt, wo die Abschiedsfeier stattfindet.

Die Teilnahme daran und am «Memorial Ride» auf der rund 25 Kilometer langen Strecke steht allen offen. Aus organisatorischen Gründen ist jedoch eine Anmeldung gewünscht bis am Freitag um 10 Uhr.

Dass Swiss Cycling an der Durchführung der Strassen-SM festhält, teilte der Verband schon Anfang dieser Woche mit, als er über die Absage der Zeitfahr-SM informierte.

Diese hätte am Donnerstag in Gansingen stattfinden sollen.

Die Sicherheit hat einen hohen Stellenwert

Was die SM-Strecke im Oberland betrifft, sind laut OK-Mitglied Felix Stehli derzeit keine zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen geplant – weil die Sicherheit ohnehin schon einen hohen Stellenwert habe.

«Wir legten deshalb Wert darauf, dass wir möglichst viele Streckenposten haben. Wenn an einem gefährlichen Ort ein Helfer steht, sinkt das Risiko.»

Die Abfahrt nach Ringwil ist für Stehli aber nicht heikler als andere. Die Strasse ist breit genug und in einem guten Zustand – «das ist nicht immer so», sagt der Gibswiler.

Ich bin auch schon mit 85 nach Ringwil gebolzt. Aber was bringt es wirklich, im Training ans Limit zu gehen?

Felix Stehli

Der tragische Unfall von Mäder in der Abfahrt vom Albulapass geht Stehli ebenfalls nahe. Er hat ihm vor Augen geführt, dass auch er als Radrennfahrer ein Risiko auf sich nimmt.

«Ich bin einer, der es gerne laufen lässt bergab», sagt der Gibswiler. «Vielleicht bin ich künftig etwas weitsichtiger», sagt er.

«Ich bin auch schon mit 85 nach Ringwil gebolzt. Aber was bringt es wirklich, im Training ans Limit zu gehen? Was, wenn da in der Kurve ein Traktor gestanden hätte?»

Im Rennbetrieb dürfte eine solche Situation zwar ausgeschlossen sein, aber auch da: «Es braucht ja nicht viel. Ein Kieselstein in der Kurve am falschen Ort – und es ist passiert.»

Dazu kommt: Eine solche Abfahrt lässt sich nicht dermassen absichern wie etwa eine Weltcup-Skipiste, wo man ungefähr weiss, an welchen Stellen das Sturzrisiko am höchsten ist.

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