So beendete Bottas seine Durststrecke
GP von Kanada
Während Weltmeister Max Verstappen für Red Bull einen Jubiläumssieg feierte, hatte auch das Hinwiler Sauber-Team Grund zur Freude. Dank Valtteri Bottas.
Eigentlich hätten es zwei Punkte sein müssen. Denn Valtteri Bottas hielt in der Schlussphase des GP von Kanada Lance Stroll im Aston Martin lange hinter sich – aber nicht lange genug.
Auf der Zielgeraden setzte der Kanadier in der allerletzten Runde zum entscheidenden Überholmanöver gegen den Finnen im Sauber an. Drei Hundertstelsekunden sprachen am Ende gegen Bottas, der am Funk nicht jubelte, sondern sagte: «Die Batterie ging mir aus.»
So wurde es statt dem 9. also der 10. Rang – doch auch das ist für Sauber in dieser Saison ein Erfolgserlebnis. «Es war ein harter Kampf, die Strategie war gut, diesen Punkt nehmen wir», sagte Bottas später. «Dass wir nun zwei Rennen in Folge gepunktet haben, motiviert für die nächsten Rennen.»
Für den Finnen war es der erste Punkt seit dem 8. Rang zum Saisonauftakt in Bahrain. Und dank diesem Punkt überholt das von der Hinwiler Sauber Motorsport AG betriebene Team Alfa Romeo in der Konstrukteure-WM Haas und liegt nun auf dem 7. Rang.
Sechs Rennen lang hatte die Durststrecke für den Finnen gedauert – und nach dem Qualifying hatte es nicht gerade so ausgesehen, als würde er sie beenden können. In der verregneten Zeitenjagd fuhr er nämlich lediglich den 15. Startplatz heraus.
Noch schlimmer erging es Zhou Guanyu, der mit technischen Problemen kämpfte und vom letzten Platz losfahren musste. Mehr als Rang 16 im Rennen lag für den Chinesen nicht drin.
Für Bottas aber schon, weil der Finne als einer von nur vier Piloten im Feld auf eine Einstopp-Strategie setzte, und weil sein C43-Ferrari im Trockenen schlicht besser funktionierte. Das hatte sich schon in den Trainings abgezeichnet, die Bottas jeweils in den Top Ten beendete.
100. Sieg für Red Bull – Verstappen nun gleichauf mit Senna
Nichts Neues gab es an der Spitze: Max Verstappen feierte mühelos einen Start-Ziel-Sieg, der auch Meilensteine bedeutete: Der 100. war es für Red Bull, der 41. für den Weltmeister, der nun punkto Rennsiege auf derselben Stufe steht wie Ayrton Senna. Seinen Vorsprung in der WM baute Verstappen auf 69 Punkte aus.
Mit dem Holländer standen Fernando Alonso als Zweiter und Lewis Hamilton als Dritter auf dem Podest – die beiden Routiniers rücken in der WM Sergio Pérez auf die Pelle und sorgen damit wenigstens für ein wenig Spannung, was das Rennen um den Vize-Weltmeistertitel anbelangt. Der Mexikaner wurde im Red Bull Sechster und liegt nun noch neun Zähler vor Alonso auf dem zweiten Gesamtrang.
