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Der EHCW und die Vikings spannen zusammen

Wetzikon und Dürnten kommen sich näher - aus einem ganz bestimmten Grund.

Zweitligist Dürnten Vikings (Alain Deubelbeiss, links) und Erstligist Wetzikon (Dennis Urech) haben zueinandergefunden.

Archivfotos: Robert Pfiffner/David Kündig

Der EHCW und die Vikings spannen zusammen

Den Nachwuchs im Fokus

Erstligist Wetzikon und Zweitligist Dürnten rücken aufeinander zu – um bessere Bedingungen für junge Spieler zu bieten. Profitieren sollen beide Klubs.

Sie sind bisher wie zwei Nachbarn gewesen, die sich bei Begegnungen zwar höflich grüssen, trotzdem aber aneinander vorbeileben. Damit soll nun Schluss sein, wie der EHC Wetzikon und die Dürnten Vikings mitteilen. Man komme sich näher, verkünden die Klubs – zum Wohle des Oberländer Nachwuchses.

Luzi Schneider, Nachwuchs-Chef des EHC Wetzikon, sagt über den Auslöser zur engeren Zusammenarbeit: «Wir verlieren zu viele Junge, die den Sprung ins Erwachsenenhockey nicht sofort schaffen und dann die Schlittschuhe an den Nagel hängen.»

Wenn einem U20-Spieler aus Wetzikon der Schritt in die 1. Liga noch nicht gelingt, kann er bei uns in der 2. Liga reifen.

Alain Deubelbeiss, Dürnten Vikings

Dem soll nun entgegengewirkt werden. Es macht denn auch Sinn, dass die Vereine, deren Eishallen in Wetzikon und Bäretswil nur einen Katzensprung auseinander liegen, künftig kooperieren. Schon aufgrund der geografischen Nähe. Vielmehr aber auch aus sportlichen Gründen.

Denn der EHC Wetzikon und die Dürnten Vikings mögen im weitesten Sinne Rivalen sein, Konkurrenten im Aktivbereich sind sie nicht. Der EHCW gehört in der 1. Liga seit Jahren zu den Spitzenteams und peilt den Sprung in die MHL an. Die Dürnten Vikings, die nach einem langen Höhenflug zuletzt zweimal gegen den Abstieg kämpfen mussten, fühlen sich in der 2. Liga am richtigen Ort.

Eine kleine Pyramide

Dank der engeren Zusammenarbeit entsteht nun eine Pyramide, zu der auch die 2. Mannschaft des EHCW zählt, die in der 3. Liga spielt. Profitieren sollen von dieser der EHCW und die Vikings – jeder auf seine Weise.

Die Wetziker können bei den Dürntnern junge Spieler früh ans Erwachsenenhockey heranführen lassen. Der Zweitligist, der keinen eigenen Nachwuchs hat, stärkt sich hingegen mit aufstrebenden Spielern.

Es ist ein Modell, das Zukunft hat.

Hanspeter Sahli, Präsident EHC Wetzikon

«Wenn einem U20-Spieler aus Wetzikon der Schritt in die 1. Liga noch nicht gelingt, kann er bei uns in der 2. Liga reifen», sagt Alain Deubelbeiss von den Vikings dazu. Der Startschuss zum nun propagierten Weg ist indes längst gefallen: In der letzten Saison standen bereits mehrere U20-Spieler des EHCW im Kader des Zweitligisten.

«Mit diesem Schulterschluss ergeben sich für viele junge Sportler neue Möglichkeiten, sich Schritt für Schritt an das Niveau ihrer Wunschliga heranzuarbeiten», ist Vikings-Präsident Peter Bamert überzeugt. Hanspeter Sahli, Präsident beim EHCW, freut sich ebenso wie Bamert, dass die Nachbarn zueinandergefunden haben.

Er sagt: «Es ist ein Modell, das Zukunft hat: Zwei Vereine arbeiten enger zusammen, und das regionale Hockey profitiert davon.»

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