Dieser EHCW soll mehr Biss haben
Wetziker Kader steht
Der EHC Wetzikon hat alle Personalfragen geklärt. Die Mannschaft dürfte ausgeglichener besetzt sein als zuletzt.
Mit einem gemeinsamen Nachtessen ist beim EHC Wetzikon vor etwas mehr als einer Woche der Startschuss in die Vorbereitung gefallen. Sportchef Diego Piceci hält zwar die Augen offen, ob noch der eine oder andere interessante Spieler auf den Markt kommt. Grundsätzlich aber sind alle Kaderpositionen besetzt.
Gegenüber der letzten Saison hat man sich beim EHCW bewusst für ein etwas schlankeres Kader entschieden. Aus zwei Torhütern, acht Verteidigern und zwölf Stürmern besteht dieses. «Das reicht», sagt Piceci. «Haben wir Ausfälle, greifen wir auf den eigenen Nachwuchs zurück.»
Nach der herben Enttäuschung letzte Saison mit dem Halbfinal-Aus gegen Bellinzona hat es kein Erdbeben im Team gegeben. Trainer ist weiterhin Christian Modes, wobei er mit Niki Siren einen neuen Assistenten an seiner Seite weiss.
In der Mannschaft sorgen acht Neuzuzüge für frisches Blut. Neben einem jungen Trio verpflichtete der EHCW ein Quintett aus höheren Ligen.
Letzteres bringt neben der Erfahrung und spielerischen Qualität laut Piceci ein weiteres zentrales Element mit: «Die Spieler haben Biss, sie wollen etwas erreichen.»
Berger ist der Königstransfer
Besser aufgestellt ist der EHCW in der Defensive. Neben wichtigen Vertragsverlängerungen wie beispielsweise jene von Captain Thomas Mettler hat dies primär mit der Verpflichtung von Thomas Büsser (32) und Pascal Blaser (25) zu tun.
Büsser kommt mit rund 400 Nationalliga-Partien im Rucksack vom EHC Basel aus der Swiss League. Blaser absolvierte über 160 Spiele in der zweithöchsten Liga, pausierte zuletzt aber ein Jahr.
Der Wetziker Königstransfer in der Offensive ist derweil Nils Berger, der neun Saisons in der höchsten Liga spielte. «Er ist schnell, wuchtig, clever und mit viel Spielübersicht», sagt Piceci über den Flügel.
Buchmüller und Vesely hören auf
Zwei sehr gewichtige Abgänge müssen die Wetziker im Sturm indes auch hinnehmen. Timon Vesely und Brent Buchmüller, der letzte Saison 55 Skorerpunkte sammelte, treten zurück. Beide bestritten deutlich über 200 Spiele für den EHCW.
Ihre Abgänge schmerzen, durch sie und dank den anderen Veränderungen im Sturm aber werden die Karten in der Offensive neu gemischt. Die Wetziker waren in der letzten Saison extrem abhängig von den ersten zwei Sturmlinien. «Jetzt ist das Team ein Stück weit homogener zusammengesetzt», sagt Piceci.
Wir haben eine gute Mischung hingebracht.
Diego Piceci, Sportchef EHC Wetzikon
Die Ausgeglichenheit soll ein Schlüssel zum Erfolg sein. «Es kann nicht mehr an einzelnen Spielern hängen.» Piceci fordert, dass sich die Jungen aufdrängen. «Jeder muss jetzt ‹trampen›.»
Der EHCW bringt eine erfahrene Mannschaft aufs Eis, eine zudem, die aus Sicht des Sportchefs wuchtiger und schneller geworden ist. Piceci ist zufrieden. «Wir haben eine gute Mischung hingebracht.»
