Der FCG entpuppt sich als Spielverderber
Dübenorf verpasst Sprung an die Spitze
Der FC Gossau schlägt Dübendorf daheim 1:0, wobei er den grösseren Siegeswillen an den Tag legt.
Der FC Rüti hatte ihnen mit seinem Remis bei Leader Veltheim die Möglichkeit verschafft, an die Tabellenspitze vorzustossen. Doch die Dübendorfer schlugen die Offerte aus. Oder anders gesagt: Sie trafen auf einen Gegner, der den Sieg ganz einfach mehr wollte, entsprechend engagiert auftrat und sich darum als Spielverderber entpuppte.
1:0 setzte sich der FC Gossau am Sonntagnachmittag gegen die Glattaler durch, das Siegtor erzielte Riley Christen schon vor der Pause. Für den FCG-Toptorschützen war es der zwölfte Treffer der Saison.
Die Gossauer schlugen mit ihrem Sieg gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Sie zeigten die von Trainer Andreas Häsler geforderte Reaktion auf zuletzt zwei Niederlagen. Und sorgten zugleich dafür, dass es an der Spitze der Zweitliga-Gruppe 2 weiterhin eng zu und her geht. Der FCG liegt auf Rang 4 nur drei Punkte hinter Tabellenführer Veltheim, Dübendorf weist als Zweiter einen Rückstand von einem Zähler auf.
Ferricchios klare Worte
Die beiden Trainer waren sich nach dem Duell in einem Punkt einig: Der Sieg des FCG war verdient. Dübendorf-Coach Luca Ferricchio anerkannte den grösseren Willen des Gastgebers, die drei Punkte zu gewinnen und lobte zudem: «Sie haben das sehr abgeklärt gemacht.»
Mit seiner Mannschaft ging Ferricchio derweil hart ins Gericht. Und sagte, er möge nichts schönreden. «Wir machten viel zu wenig fürs Spiel, waren nicht präsent, haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Als ob wir die Bedeutung des Spiels nicht gekannt hätten.»
Demgegenüber hatte FCG-Trainer Häsler, der personell alles andere als aus dem Vollen schöpfen konnte und gar auf Goalie Nummer 4 setzen musste, nur lobende Worte für seine Mannschaft übrig. «Sie hat all das auf den Platz gebracht, was wir gefordert hatten», freute er sich über den kämpferisch starken und kompakten Auftritt.

Ohne Zittern brachte das Heimteam den knappen Vorsprung nicht über die Zeit. Allerdings selbst verschuldet, vergaben die Gossauer in der Schlussphase doch mehr als einmal das 2:0. Das hätte sich beinahe gerächt.
Die nach der Pause offensiver agierenden Gäste kamen in den letzten Minuten dem Ausgleich zweimal nahe. Erst aberkannte der Schiedsrichter das vermeintliche Dübendorfer 1:1 wegen Offside, kurz darauf trafen die Glattaler die Latte. «Wir mussten am Schluss etwas leiden», sagte Häsler, «und mussten das Quäntchen Glück in Anspruch nehmen, das es in solchen Spielen braucht.»
Wie blickt er nun auf die letzten sechs Runden der Saison? So lange wie möglich vorne mitspielen will Häsler mit seinem Team natürlich. «Für uns aber gilt weiter: Das nächste Spiel muss das beste sein.» Ferricchio kündigt derweil an, die magere Leistung intern zu thematisieren. Und sagt: «Ich hoffe, wir können daraus lernen.»
