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Sein Asienabenteuer geht in Indonesien weiter

«Das wird riesig!» – Anthony Pinthus spielt künftig bei einem sehr beliebten Klub.

Fern seiner Heimat Hinwil macht Anthony Pinthus Karriere. Jetzt folgt die nächste Station.

Archivfoto: Christian Merz

Sein Asienabenteuer geht in Indonesien weiter

Hinwiler Fussballgoalie

Auf den Philippinen hat er sich bewährt. Jetzt erhält Anthony Pinthus die Chance bei einem indonesischen Klub mit einer riesigen Fanbasis.

In der Schweiz ist er ein Nobody. Anthony Pinthus hat nach seiner Zeit im GC-Nachwuchs weder in der Challenge League noch Super League gespielt. Im Heimatland seiner Mutter aber hat es der Hinwiler bis zum Nationalspieler gebracht.

Drei Jahre lang parierte der Goalie zuletzt auf den Philippinen Bälle. Er spielte mit dem United City FC gar in der asiatischen Champions League. Im Januar aber fand der Oberländer, er sei jetzt reif für eine bessere Liga, einen grösseren Klub – und löste den Vertrag mit seinem Klub auf.

Das wird riesig.

Anthony Pinthus

Rund vier Monate lang war er zuletzt vereinslos. Jetzt hat er wieder einen Klub gefunden. Den erhofften Sprung in die thailändische Liga hat Pinthus zwar nicht geschafft. Der 25-Jährige macht sportlich aber dennoch einen Schritt vorwärts, indem er seine Karriere in der ersten indonesischen Liga fortsetzt.

Pinthus hat für eine Saison bei PSS Sleman unterschrieben. Und ist sicher: «Das wird riesig!»

Das Ende macht ihn froh

Sleman ist ein Regierungsbezirk mit der gleichnamigen Stadt auf der Hauptinsel Java, auf der auch Jakarta liegt. Wohl nächste Woche fliegt Pinthus nach Indonesien, um sein Südostasienabenteuer da fortzusetzen. Er ist froh, hat die Ungewissheit ein Ende und schwärmt «von einem Supervertrag in einer Superliga».

Was Pinthus bei PSS Sleman erwartet? Pinthus hat sich zahlreiche Bilder und Videos angesehen. Er schwärmt: «Von der Atmosphäre her, das ist brutal. Wirklich!»

Sleman zählt sportlich nicht zu den Topklubs des Landes, kann aber auf eine enorm grosse Fangemeinde zählen. Fast 700 000 Personen folgen dem Klub auf Instagram. Das sind mehr Leute als bei manchem Klub aus der deutschen Bundesliga. Und mehr als dreimal so viel wie beim FC Basel, dem Schweizer Klub mit den meisten Followern.

«Das ist geil», freut sich Pinthus. Über 39 000 Likes erhielt die Meldung seiner Verpflichtung, mehr als 2000 Kommentare generierte sie.

Die Fans tummeln sich nicht nur in den sozialen Netzwerken, sie strömen auch ins Stadion. Rund 12 500 verfolgten im Schnitt die Spiele des Teams. «Da wird eine Riesenwand hinter mir stehen. Darauf freu ich mich.»

Viel zu feiern hatten die Anhänger zuletzt allerdings nicht. Nach einem 13. Platz in der Saison 2021/22 beendete die Mannschaft die vergangene Meisterschaft gar auf einem Abstiegsplatz. Sie darf trotzdem weiterhin in der höchsten Liga antreten, da keine einzige Mannschaft relegiert worden ist.

Bewusst nur ein Jahr

Die Vereinsverantwortlichen krempeln jetzt das Team um. Bei zehn Abgängen und sieben Zuzügen steht Sleman aktuell. Pinthus sagt, das Ziel des Klubs sei es, nun vorne mitzuspielen. Voller Energie packt er seine Aufgabe an. Im Hinterkopf hat er trotzdem schon den übernächsten Schritt.

Er habe bewusst nur für ein Jahr unterschrieben, sagt er. «Ich wollte erst sehen, wie es hier ist. Und auch nicht gefangen sein in einem Vertrag, sollte ein besseres Angebot kommen. Denn das ist ja mein Ziel.»

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