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Mit diesem Team will Dübendorf in der 1. Liga angreifen

Der EHC Dübendorf hat sein Kader für die 1. Liga grösstenteils beisammen. Aufstiegsdruck hat das Team noch nicht.

Dominik Hardmeier ist einer von vielen arrivierten Spielern im neuen Dübendorfer Team.

Archivfoto: David Kündig

Mit diesem Team will Dübendorf in der 1. Liga angreifen

Viel Erfahrung, viel Aufwand

Der EHC Dübendorf hat sein neues Kader grösstenteils beisammen. Aufstiegsdruck hat das Team nach dem Abstieg keinen. Aber es wird einen grösseren Aufwand betreiben als in der MHL.

Am Montag beginnt der EHC Dübendorf die Vorbereitung auf die neue Saison – es ist der Start in den Neuaufbau nach dem Abstieg in die 1. Liga. Und nun ist auch bekannt, mit welchen Spielern der Klub diesen Neuaufbau in Angriff nimmt.

Es ist ein Team, das nicht zwingend aufsteigen muss, aber eine gute Rolle spielen soll. «Wir werden uns erst wieder in der 1. Liga zurechtfinden müssen», sagt Sportchef Urs Wüst. «Es wäre vermessen, schon jetzt den Aufstieg als Ziel auszurufen.»

Viel MHL-Erfahrung im Kader

Das Kader ist zu rund drei Vierteln gefüllt, die Planung noch nicht ganz abgeschlossen. Wüst will 20 Feldspieler im Kader haben, bevor innerhalb der Lions-Organisation kurz vor Saisonstart über die Lizenzierung der Nachwuchsspieler entschieden wird.

Dass die Spieler in Dübendorf nicht gerade Schlange standen, versteht sich nach dem Abstieg von selbst – und Wüst hat auch mehrere Absagen erhalten. Und doch: Auf dem Papier hat der EHCD bisher ein Team zusammen, das grösstenteils MHL-erprobte Kräfte aufweist. Dazu gehören neun Spieler, die schon in der letzten Saison in Dübendorf spielten – und zumeist im besten Hockeyalter sind.

Wenn wir weiterkommen und die jungen Spieler weiterentwickeln wollen, müssen wir einen grösseren Aufwand betreiben.

Urs Wüst, Sportchef EHC Dübendorf

Spricht man mit Wüst über einzelne Spieler, so fallen oft Worte wie «er hat eine gute Einstellung», «er will etwas erreichen» oder «er nimmt einen grossen Aufwand auf sich». Und gerade der Aufwand wird beim EHCD grösser: Den Sommer durch trainieren die Glattaler viermal, im Winter sind sie gar fünfmal pro Woche auf dem Eis, inklusive der Spiele.

«Wir haben mit den Lions vereinbart, dass das U20-Top-Team künftig in Oerlikon statt in Dübendorf trainiert, damit wir mehr Eis zur Verfügung haben», sagt Wüst. «Wenn wir weiterkommen und die jungen Spieler weiterentwickeln wollen, müssen wir einen grösseren Aufwand betreiben.»

Die Torhüter: Ein Duell um die Nummer 1

Am unerfahrensten sind die Torhüter – hier setzt der EHCD wenig überraschend auf Nachwuchskräfte aus der Lions-Organisation. Raphael De Boni war letzte Saison Back-up des unterdessen zurückgetretenen Remo Trüb, Noah Paixao war vorletzte Saison in dieser Position. Wer die neue Nummer 1 wird, ist offen.

Die Verteidiger: Ein Rückkehrer als Hoffnungsträger

Die Defensive ist mit sieben Spielern schon gut bestückt, zumal auf der Liste einer fehlt, der in Dübendorf bleiben und den der Klub auch behalten will: Bei Fabian Hurter, der die letzte Saison grösstenteils verletzt verpasste, sind noch medizinische Abklärungen notwendig. Fallen diese positiv aus, dürfte ein neuer Vertrag mit dem 36-Jährigen Formsache sein.

Von den neuen Verteidigern ist Mike Breiter ein alter Bekannter – er wurde 2018 mit dem EHCD in der MSL Meister und verliess den Klub erst vor einem Jahr, weil er wegen einer Weiterbildung seinen Aufwand verringern wollte. Von ihm erhofft man sich, dass er in eine Leaderrolle hineinwächst.

Keine MHL-Erfahrung haben nur zwei der neuen Verteidiger: der 22-jährige Adam Stepanek, der die letzten drei Saisons für Erstligist Pikes Oberthurgau spielte, und Mitja Kallen (19), der von Erstligist Adelboden kommt. Diese beiden Spieler fielen am Try-out vor einem Monat positiv auf wie auch Verteidiger Andrin Wider und Stürmer Jan Hirzel, die im erweiterten Kader figurieren.

Die Stürmer: Ein Meister und einige offene Plätze

Noch einige freie Plätze gibt es in der Offensive, wo mit Jann Bettinaglio (von Seewen), Lukas Schläppi (von Frauenfeld) und Oliver Steiner (von Wil) bisher drei Neuzugänge bekannt sind. Steiner weist als Einziger keine MHL-Erfahrung auf – dafür holte er mit Wil den Schweizer-Erstliga-Meister-Titel und schoss in der Finalserie gegen Sion zwei Tore.

Über viel Potenzial verfügen auch die fünf Offensivkräfte, die bereits letzte Saison das EHCD-Dress getragen haben. Jari Allevi bringt Wucht mit – und Dominik Hardmeier und Damon Puntus waren in der Saison 2021/2022 die besten Skorer der Equipe. Noch offen ist die Zukunft von Eric Geiser, der letzte Saison das Topskorer-Dress trug.

Diese Spieler stehen beim EHCD derzeit unter Vertrag

Tor: Raphael De Boni, Noah Paixao (neu, GCK Lions U20 Elit).

Verteidiger: Ari Birchler (neu, Bülach), Mike Breiter (neu, Dielsdorf-Niederhasli), Scott Halberstadt, Lucas Jörg (neu, Frauenfeld), Mitja Kallen (neu, Adelboden), Sergio Piai, Adam Stepanek (neu, Pikes Oberthurgau). Erweitertes Kader: Andrin Wider (neu, ZSC U20 Top).

Stürmer: Jari Allevi, Jann Bettinaglio (neu, Seewen), Dominik Hardmeier, Nico Kammermann, Alessio Pozzorini, Damon Puntus, Lukas Schläppi (neu, Frauenfeld), Oliver Steiner (neu, Wil). Erweitertes Kader: Jan Hirzel (neu, Wallisellen).

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