Sogleich den Draht zueinander gefunden
Erfolgreiche Kooperation
Für die Handballer von Uster/GC Amicitia war die erste gemeinsame Saison in der 1. Liga durch die Qualifikation zur Finalrunde ein Erfolg.
Die Erstliga-Finalrundentabelle sieht etwas ernüchternd aus. Nur zu fünf Punkten reichte es Uster/GC Amicitia, wodurch die Meisterschaft auf dem siebten von acht Plätzen endete.
«Natürlich haben wir uns mehr erhofft. Und zwei bis drei Siege mehr wären dringelegen», findet Sportchef Rolf Schärer. Er betont aber zugleich: «Wir messen uns nicht an Punkten, sondern an den Fortschritten der Spieler. Und damit sind wir zufrieden.»
Tatsächlich legte die neu gebildete Spielgemeinschaft zunächst eine starke Hauptrunde hin, wodurch sie überhaupt in die Finalrunde gelangte. Dort spielten die Ustermer zuletzt 2018 – unter allerdings einfacheren Umständen, als noch vier statt nur zwei Teams pro Gruppe den Einzug schafften.
«Die Qualifikation hat viel Druck weggenommen. Denn in einer möglichen Abstiegsrunde hätte es sehr ungemütlich werden können», sagt Schärer.
Er ist denn auch sehr zufrieden nach dem ersten Jahr der Kooperation mit GC Amicitia, die nach dem Verlust von einigen langjährigen Stammkräften nötig geworden war. Allfällige Bedenken zerstreuten sich schnell. «Denn bei einer neuen Zusammenarbeit weiss man nie, wie es herauskommt», sagt Schärer.
Veränderungen im Alltag
Neue junge Spieler und mit Arthur Brunner ein Trainer vom Partnerverein stiessen dazu. Eine Umstellung gab es zudem durch die verschiedenen Trainings- und Spielstandorte im Buchholz und in der Zürcher Saalsporthalle. Gerade in der Finalrunde wurde bei den Heimspielen munter abgewechselt.
Für die Ustermer änderte sich also einiges im Alltag. Für die nahe Zukunft sieht Schärer gerade in der Absprache noch Potenzial, so beispielsweise wenn ein Spieler kurzfristig für ein Training des NLB-Teams von GC Amicitia/Küsnacht abgezogen wird.
Auffällig ist auch, wie schnell gleich mehrere Talente von GC Amicitia wichtige Rollen im frisch zusammengewürfelten Team einnahmen. Allen voran Gilles Besek, der auf der Rückraumposition im Schnitt 6,5 Tore warf und nun fix ins NLB-Team von GC Amicitia/Küsnacht befördert wird.
Drei bis vier Zürcher Talente werden das Team also verlassen. Diese werden durch jüngere Spieler aus beiden Vereinen ersetzt. «Wir haben ein gutes Kader zusammen», sagt Schärer.
Neues Gesicht im Staff
Und klar ist auch schon die Zusammensetzung des neuen Staffs. Der bereits auf die Finalrunde nach Uster zurückgekehrte Romeo Garcia bleibt als Trainer dabei.
Nötig wurde seine Verpflichtung aufgrund des frühzeitigen Abgangs von Brunner, der nebst seiner Trainertätigkeit als Schiedsrichter auf höchstem Niveau im Einsatz ist – und deshalb ohnehin oft fehlte. Garcia hatte die Erstliga-Handballer des TV Uster schon einmal bis 2016 betreut.
Eigentlicher Nachfolger von Brunner wird Niki Graf, der bis anhin die U19 bei GC/Amicitia coachte. «So haben wir weiterhin aus beiden Vereinen einen Trainer im Staff», sagt Sportchef Schärer. Die neue Lösung ist auch eine Entlastung für Rakesh Sherpa, der dadurch aus dem Trainerstab ausscheidet.
Dieser war zuletzt so quasi an allen Ecken und Enden gefordert. Der Goalie hütete nicht nur das Tor der Spielgemeinschaft, sondern betreute sie oft aufgrund der Absenzen von Brunner. Dem nicht genug engagierte sich Sherpa im Verein als Trainer des Ustermer Zweitliga-Teams sowie des U17-Nachwuchses – und war zusätzlich Assistent der Regionalauswahl Zürich.
Damit sind bei Uster/GC Amitcitia unmittelbar nach dem Ende der Saison die Leitplanken für die nahe Zukunft bereits weitgehend geregelt.