Sauber ist am Tiefpunkt angelangt
Bottas Letzter, Zhou out
Keine Punkte im Sprint, keine Punkte im Hauptrennen: Für das Hinwiler Team Alfa Romeo war der GP von Aserbaidschan ein GP zum Vergessen.
Es war ein Wochenende zum Vergessen für Alfa Romeo. Am GP von Aserbaidschan hatte das von der Hinwiler Sauber Motorsport AG betriebene Team nie eine Chance auf WM-Punkte.
Im Sprint vom Samstag wurde der Chinese Zhou Guanyu 12. und Valtteri Bottas 16.; im Hauptrennen kam Bottas als 18. und Letzter ins Ziel, während Zhou nach 38 von 51 Runden mit einem technischen Problem ausschied.
Für Bottas kam das Unheil in der zweiten Kurve
Hatte sich das Team nach dem Sprint noch kämpferisch und optimistisch gezeigt, kam am Sonntag die ganz grosse Ernüchterung. Dabei war Bottas aus der 13. Position ein guter Start geglückt, in der zweiten Kurve kämpfte er mit Oscar Piastri um Rang 10 – doch der McLaren-Pilot wurde vom Williams von Alexander Albon gerammt und berührte das Auto von Bottas. Der Finne konnte einen Aufprall in die Leitplanken knapp verhindern, verlor aber an Tempo und fand sich auf Rang 18 wieder.
Eine Aufholjagd zeigte er von dort aber auch nicht – der C43-Ferrari war auf der Strecke am kaspischen Meer schlicht zu langsam. Auch Zhou fuhr deutlich ausserhalb der Top Ten, als ihn das Team in die Garage rief. «Es war ein Rennen zum Vergessen. Uns fehlte der Grip, wir hatten keine Pace», sagte der Chinese. Und Bottas fand: «Wir haben viel Arbeit vor uns, um das Paket zu verbessern.»
Viel Zeit bleibt den Hinwilern nicht, um an einer Lösung für die Performance-Probleme zu tüfteln. Schon in einer Woche findet der GP von Miami statt – vielleicht hilft es Sauber ja, dass dort nicht möglichst wenig Luftwiderstand gefragt ist.
Perez mit Doppelsieg
Mit viel Selbstvertrauen wird Sergio Perez die Reise nach Miami antreten. Der Mexikaner gewann in Baku sowohl den Sprint als auch das Hauptrennen und verkürzte seinen Rückstand auf Weltmeister und WM-Leader Max Verstappen auf sechs Punkte.
Die beiden Red-Bull-Piloten fuhren am Sonntag in einer eigenen Liga. Der zweitplatzierte Verstappen wies im Ziel einen Vorsprung von 19 Sekunden auf Charles Leclerc auf.
Der Monegasse – am Samstag noch Zweiter vor Verstappen – hatte sich sowohl für den Sprint als auch für das Hauptrennen die Pole Position gesichert und damit gezeigt, dass der Ferrari auf eine Runde durchaus konkurrenzfähig ist. Im Rennen aber ist die Scuderia gegen Red Bull weiterhin chancenlos.
