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Besser, aber nicht gut genug

Der FC Uster verliert gegen die SV Schaffhausen 1:4 – Trainer Etienne Scholz sieht aber eine positive Entwicklung.

Finn Knecht und der FC Uster müssen derzeit untendurch.

Archivfoto: David Kündig

Besser, aber nicht gut genug

Nächste Ustermer Niederlage

Der FC Uster verliert zum dritten Mal in den letzten vier Spielen. Beim 1:4 gegen die SV Schaffhausen ist aber nicht alles schlecht.

Der FC Uster findet in der 2. Liga interregional den Weg zurück zum Erfolg auch gegen die SV Schaffhausen nicht und verliert 1:4. Seit einem Monat hat der FCU damit nicht mehr gewonnen – in den letzten vier Partien holte er nur einen einzigen Punkt. Und dies, nachdem er zum Rückrundenauftakt noch mit vier Siegen in Serie brilliert hatte. Die Ustermer sind damit ins Mittelfeld der Tabelle abgerutscht.

Trainer Etienne Scholz spricht von einem verdienten Sieg der routinierteren Schaffhauser. «Wir machten Fehler, die ein solcher Gegner eben ausnutzt.» Er sah einen besseren Start seiner Equipe als in den letzten Spielen. Ins Hintertreffen geriet sie aber dennoch nach 19 Minuten, als Schaffhausens Luca Tranquilli aus 20 Metern in den Winkel traf – dem Treffer war ein Ustermer Fehler beim Pressing vorausgegangen.

Dem FCU fehlte die Geduld

Scholz stellte danach taktisch von einem 4-2-3-1 auf das gewohnte 3-4-3 um, was sich vorerst auszahlte. In der 33. Minute konnte FCU-Stürmer Owen Lewis vom gegnerischen Torhüter nur mit einem Foul gestoppt werden – den Penalty verwertete Gabriel Selmanaj zum Ausgleich. Doch nur wenig später lag der FCU wieder im Hintertreffen. Tranquilli verwertete ebenfalls einen Penalty, den FCU-Verteidiger Remo Schläpfer mit einem Foul an der Grundlinie knapp innerhalb des Strafraums verursacht hatte.

In der eigentlich ausgeglichenen Partie hatten die Ustermer in der zweiten Hälfte mehr Ballbesitz, was aber auch daran lag, dass Schaffhausen sich mit der 2:1-Führung im Rücken darauf konzentrierte, kompakt zu stehen. «Sie spielten routiniert und clever fertig. Uns hingegen fehlte die Erfahrung und auch die Geduld. Wir spielten ordentlich, nahmen aber zu früh zu viel Risiko», sagt Scholz. So kassierten die Ustermer bis zur 70. Minute weitere zwei Treffer: Das 1:3 nach einem haarsträubenden Fehlpass, das 1:4 erneut nach einem Foulpenalty, den FCU-Keeper Dylan Kadi verursacht hatte.

Man kann nicht erwarten, dass jeder schon so weit ist, das Heft in die Hand zu nehmen.

Etienne Scholz, Trainer FC Uster

Dennoch sah Scholz Positives – und schaut durchaus optimistisch auf die nächsten Partien. «Taktisch konnten wir dagegenhalten, im zentralen Mittelfeld waren wir gar dominant, und auch nach dem 1:4 brachen wir noch einige Male durch und verzeichneten einige Abschlüsse.» Er glaubt, dass die Absenz mehrerer Routiniers eine Rolle spielte. «Wir hatten sieben 18-Jährige in der Startformation. Man kann nicht erwarten, dass jeder schon so weit ist, das Heft in die Hand zu nehmen.»

Das spielfreie Wochenende kommt für ihn nun zum richtigen Zeitpunkt. Die personelle Lage dürfte sich bis in zwei Wochen etwas entspannen. «Und wir haben Zeit, den Kopf zu lüften, bevor wir in Wil auf einem schönen Kunstrasen antreten gegen ein Team, das spielen will. Das kommt uns entgegen.»

Uster - SV Schaffhausen 1:4 (1:2). – Tore: 19. Tranquilli 0:1. 33. Selmanaj (Foulpenalty) 1:1. 35. Tranquilli (Foulpenalty) 1:2. 60. Bolli 1:3. 69. Tranquilli (Foulpenalty) 1 :4.

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