Der Torjäger bleibt, fehlt aber trotzdem
Ustermer Claudio Schmid
Der 20-jährige Claudio Schmid hat seinen Vertrag beim UHC Uster verlängert - und steht seinem Klub trotzdem lange nicht mehr zur Verfügung.
Der UHC Uster kann einen seiner Leistungsträger über die Saison hinaus in den eigenen Reihen halten. Der NLA-Verein vermeldet die Vertragsverlängerung mit Claudio Schmid.
Der 20-jährige Flügelstürmer dürfte bei zahlreichen NLA-Klubs auf dem Wunschzettel gestanden haben. Er erzielte in der kürzlich zu Ende gegangenen Qualifikation 24 Treffer – genau gleich viele wie Usters Topskorer Patrik Doza. Mehr Tore als das Ustermer Duo schoss einzig der Langnauer Simon Steiner.
Ich kann mich noch immer weiterentwickeln.
Claudio Schmid, UHC Uster
Mit insgesamt 38 Skorerpunkten steigerte sich Schmid gegenüber der starken letzten Saison (34 Punkte) nochmals. In der NLA-Skorerliste belegt er den 6. Platz.
Anfang September hatte Schmid seine ersten zwei Länderspiele im Schweizer A-Nationalteam absolviert. Der damalige Nationaltrainer David Jansson hat über den Ustermer Stürmer gesagt: «Er hat einen sehr guten Schuss und viele Eigenschaften, die wir brauchen können. Und: Er schiesst Tore.»
«Ich bin sehr zufrieden, dass wir den Vertrag mit diesem wichtigen Spieler verlängern konnten», freut sich Sportchef Michael Reinmann. Schmid zählt derweil zwei zentrale Gründe auf, die ihn bewogen haben, beim UHC Uster zu bleiben.
Einerseits sei da seine berufliche Situation. «Ich habe vor, die Passerelle an der Kantonalen Maturitätsschule für Erwachsene in Zürich zum Erwerb eines eidgenössisch anerkannten Maturitätsausweises zu absolvieren», sagt er.
«Zudem denke ich, dass ich mich immer noch weiterentwickeln kann – auf technischer, taktischer wie auch persönlicher Ebene.»
Die lange Zwangspause
Bitter für Schmid und seinen Klub aber ist: Der Angreifer verletzte sich in der drittletzten Runde gegen Köniz schwer am Knie. Er musste sich daraufhin am Kreuzband und Meniskus operieren lassen und dürfte rund neun Monate lang ausfallen.
Schmid fehlt den Ustermern damit nicht nur in den am Sonntag beginnenden Playouts gegen Floorball Thurgau, sondern wohl auch zu Beginn der nächsten Saison.
