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Auf diesem Playoffstart kann Wetzikon aufbauen

Der EHC Wetzikon startet mit einem 2:1-Arbeitssieg gegen Herisau in die Playoff-Viertelfinals.

Auftakt geglückt: Den Wetzikern ist der erste von drei benötigten Siegen gegen Herisau gelungen.

Foto: David Kündig

Auf diesem Playoffstart kann Wetzikon aufbauen

Knapper EHCW-Sieg

Der EHC Wetzikon geht im ersten Viertelfinalspiel gegen Herisau wenig Risiken ein. Mit dem 2:1-Sieg gehen die Wetziker in der Best-of-5-Serie in Führung.

Und dann gerät er doch noch ins Zittern. Mit einer knappen 2:1-Führung biegt der EHC Wetzikon am Donnerstagabend gegen den SC Herisau in die Schlussphase ein, als Verteidiger Luzi Schneider 40 Sekunden vor der Sirene eine Strafe kassiert.

Die Appenzeller können nun ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzen, was die geschickt agierenden Wetziker zuvor nicht zugelassen haben.

Prompt gewinnen die Gäste das Bully, bleiben in Scheibenbesitz. Die vier Wetziker aber wehren sich mit Herzblut, stellen den Slot zu. Einen einzigen gefährlichen Abschluss muss das Heimteam noch zulassen, dann gelingt ihm die Befreiung, die letzten Sekunden verstreichen ereignislos.

Es war kein Zauberhockey.

Christian Modes, Trainer EHC Wetzikon

Er ist ein Arbeitssieg, dieser 2:1-Erfolg gegen Herisau, mit dem der Oberländer Erstligist in der Viertelfinal-Serie (Best-of-5) in Führung geht.

Die Mannschaft von Christian Modes feuert kein Offensivwerk ab, sondern minimiert die Risiken gegen die auf Augenhöhe spielenden Herisauer und konzentriert sich aufs Wesentliche.

Der EHCW zeigt einen soliden, vor allem auch solidarischen Auftritt, auf dem er aufbauen kann. «Es ist ein guter Playoff-Start in Form eines Sieges», freut sich Trainer Modes und spricht vom erwartet schwierigen Spiel.

«Es war kein Zauberhockey», ist er sich bewusst. «Das braucht es aber auch gar nicht.»

Wetzikon Thöny Gian-Andrea  gegen Herisau Noser Luca
Der Wetziker Toptorschütze traf auch gegen Herisau: Gian Andrea Thöny (rechts) erzielte das 1:1. (Foto: David Kündig)

In der Schlussphase des zweiten Drittels legt das Heimteam beim Stand von 2:1 seine Verwaltermentalität für wenige Minuten ab. Nun tritt es dezidierter auf und bringt die Gäste das eine oder andere Mal in Schwierigkeiten.

Es ist jene Phase, von der Modes hinterher sagt: «Da gaben wir den Ton an.»

Das wohl wegweisende dritte Tor aber will den Wetzikern nicht gelingen. Ja sie dürfen sich nicht einmal darüber beklagen, bis dahin nur ein Gegentor erhalten zu haben.

Wir wollten ihnen nichts offerieren.

Christian Modes, Trainer EHC Wetzikon

Unmittelbar nach dem Führungstreffer durch Jan Scherle hätten die schnörkellos nach vorne spielenden Appenzeller durchaus nachdoppeln können. Und auch in der ersten Hälfte des zweiten Abschnitts bewahrt Fabian Ryffel sein Team mit mehreren starken Paraden vor Unbill.

Der EHCW-Goalie macht dadurch seine Mitschuld am 0:1 längstens wieder wett.

Da hatte Ryffel sich schon zum linken Pfosten verschoben, in der Annahme, der Herisauer würde hinter dem Tor hervorkommen. Doch Roman Popp spielte die Scheibe geschickt auf der anderen Seite durch, sodass Scherle ein offenes Gehäuse vorfand.

Kontrolle über alles

Eine energische Wetziker Reaktion auf den Rückstand bleibt aus. Dafür gerät das Heimteam auch nicht in Panik, weil der Start misslungen ist. Der EHCW setzt einfach weiterhin darauf, möglichst kompakt zu stehen, die Scheibe zu kontrollieren und keine offenen Räume zu bieten. Modes sagt: «Wir wollten ihnen nichts offerieren.»

Die Gelassenheit des Qualifikationszweiten zahlt sich nach etwas mehr als einer Viertelstunde aus. Bei einer angezeigten Strafe gegen die Appenzeller dribbelt sich Brent Buchmüller durch, Gian Andrea Thöny kann erben – 1:1.

74 Sekunden später haben die Oberländer die Partie gedreht. Timon Vesely ist vor dem Tor vergessen gegangen und verwertet Luzi Schneiders Pass von der blauen Linie trocken zum 2:1.

Lange Zeit agiert der EHCW sehr diszipliniert. Bis zur 47. Minute kassiert er nur eine einzige Strafe. Dann aber finden sich die Wetziker im Anschluss an eine kleine Rauferei, bei der man erstmals in dieser Partie daran erinnert wird, dass die Playoffs begonnen haben, nur noch zu dritt auf dem Eis.

Der Gastgeber aber lässt in dieser Unterzahl nur gerade einen einzigen Schuss zu, was ihm Mumm für den Rest der Partie gibt.

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