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Ein paar Prozente liegen noch drin

Besser als diese Saison ist der Walder Sebastian Stalder noch nie gewesen - ein gutes Omen für die Biathlon-WM.

Am Saisonhöhepunkt will Sebastian Stalder seine starke Form ausspielen.

Foto: Keystone

Ein paar Prozente liegen noch drin

Walder Biathlet Sebastian Stalder

Besser als diese Saison ist Sebastian Stalder noch nie gewesen. Er sieht trotzdem Luft nach oben – und hofft an der WM aufs perfekte Rennen.

Oliver Meile

An der Heim-EM hatte er jüngst nur einen einzigen Einsatz. Dabei verpasste Sebastian Stalder mit der Mixed-Staffel (4.) eine Medaille knapp.

Um sich zu schonen, verfolgte der Walder den Rest der Rennen in Lenzerheide als Zuschauer. Er nutzte die Zeit zugleich, um nochmals einen gezielten Aufbau für den Saisonhöhepunkt zu machen – die am Mittwoch beginnende WM im deutschen Oberhof.

Stalders Leistungskurve zeigt in die richtige Richtung. «Das macht für die WM Mut», sagt er.

Noch ist nicht alles ausgereizt.

Sebastian Stalder

Nach einem wackligen Weltcup-Start gelangen dem Oberländer konstant gute Leistungen. Das bringt ihm in der Gesamtwertung Zwischenrang 19 ein.

Während er sich in der Loipe im Verlauf des Winters verbesserte, ist er im Schiessstand seit vielen Wochen «in einem Hoch», wie er sagt. Stalder zählt zu den Top-3-Schützen im Feld. Im Liegend-Schiessen liegt seine Trefferquote gar bei 94 Prozent.

Vier der fünf letzten Einzel-Starts beendete Stalder in den Top 20, zweimal lief er dabei unter die ersten zehn. Mit dieser Ausbeute ist der 25-Jährige zufrieden. Er ist gleichzeitig sicher: «Noch ist nicht alles ausgereizt.»

Umso besser für ihn. Läuft es ideal, wird Stalder auf der ­anspruchsvollen WM-Strecke mit dem berüchtigten Birxsteig, ­einem kräfteraubenden Anstieg, fünfmal im Einsatz stehen. Darunter dreimal in Einzel-Rennen. Was hat er sich vorgenommen?

Der A-Kader-Athlet ist sich bewusst, dass an Weltmeisterschaften eigentlich nur Medaillen zählen. «Alles andere ist am nächsten Tag vergessen.»

So verwegen, von einer Medaille als Ziel in einem Einzelrennen zu sprechen, ist Stalder allerdings nicht. Er will sich unter den ersten zehn festsetzen. Und hofft, ge­genüber den letzten Weltcup-Einsätzen noch ein paar Prozente zu finden.

«Das wäre doch ein gutes Ziel für die WM: das perfekte Rennen zu zeigen.»

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