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Maags Heim-WM findet im Ausland statt

Die Wernetshauser Rodlerin Natalie Maag hat einen besonderen Bezug zum WM-Ort Oberhof.

Die WM in Oberhof ist für Natalie Maag der Saisonhöhepunkt.

Foto: Keystone

Maags Heim-WM findet im Ausland statt

Wernetshauser Rodlerin

Dass sich Natalie Maag in Oberhof bestens auskennt, hat einen besonderen Grund. Gut für sie, findet auf der Bahn in Thüringen jetzt die WM statt.

Oliver Meile

Der Auftakt zur WM in Oberhof ist Natalie Maag gelungen. Die Wernetshauserin belegte am Freitag im Sprint den guten 9. Platz. Es ist ihr bestes Sprint-Resultat an einer WM.

Ihren Platz im Final der Top 15 hatte sich Maag mit einem 11. Rang in der Qualifikation gesicher. Am Samstag stehen die zwei Läufe des Einzelrennens an. Noch nie ist Maag an einer WM in dieser Disziplin in die ersten zehn gefahren.

Heuer scheint es möglich, dass der Olympia-Neunten von Peking die Top-Ten-Premiere an einer WM gelingt. Sie erfreut sich einer guten Form. Und hat zur Konstanz früherer Winter zurückgefunden.

Im Gesamtweltcup belegt Maag nach etwas mehr als der Hälfte des Pensums Platz 10. In drei von fünf Rennen klassierte sie sich in den Top Ten.

Der doppelte Höhepunkt

Für die 25-jährige Oberländerin ist die WM in Thüringen der Höhepunkt des Winters. Nicht nur sportlich, sondern auch emotional.

Der Grund ist simpel: Für Maag finden die Rennen in sehr vertrauter Umgebung statt. Sie bestreitet darum eine Art Heim-WM im Ausland.

Maags Zuhause liegt zwar im Zürcher Oberland. Die einzige Schweizer Weltcuprodlerin ist aber seit mehreren Jahren ins deutsche Team integriert. Und dem Stützpunkt Oberhof angeschlossen. Entsprechend viel Zeit – auch im Sommer – verbringt sie im Ort.

Ich fahre extrem gerne da.

Natalie Maag

Maag kennt die kürzlich für rund 40 Millionen Euro modernisierte Anlage in- und auswendig. Sie hegt grosse Sympathien für die Bahn mit dem selektiven Kurvenprofil, in der Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometer pro Stunde gemessen werden.

Die Rodlerin sagt: «Ich fahre extrem gerne da.»

Sie hält den Streckenrekord

Kommt hinzu: Mit dem relativ kurzen, aber anspruchsvollen Eiskanal verbindet Maag viele positive Erinnerungen. In Oberhof gelang ihr einst ihr erstes Top-8-Resultat im Weltcup.

Relevanter aber ist: Seit Januar 2022 hält sie den Streckenrekord. Maag profitierte dabei auch davon, dass dieser nach dem Umbau neu zu vergeben war.

Die Freude der Oberländerin, den Rekord gar in die neue Saison «gerettet» zu haben, ist noch immer gross. «Das ist schon megacool.»

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