Stalder macht an der EM nur eine Kurzvisite
Walder Biathlet
Sebastian Stalder hat diesen Winter im Weltcup so gute Resultate erzielt wie noch nie. An der Heim-EM bestreitet er gleichwohl nur ein Rennen.
Die Europameisterschaften finden vor seiner Haustüre statt. Rund zehn Minuten braucht Sebastian Stalder mit dem Auto von seinem Wohnort in Alvaneu Bad zur Biathlonarena in Lantsch/Lenz. Der Walder wird an der am Mittwoch beginnenden Heim-EM dennoch nur eine kleine Rolle spielen.
Er gehört dem Schweizer Aufgebot an. Das schon. Ein Einzelrennen aber wird der A-Kader-Athlet, der auf höchster Stufe zuletzt konstant gute Leistungen zeigte und im Gesamtweltcup an 19. Stelle liegt, trotzdem nicht bestreiten.
Einzig in der Mixed-Staffel am Sonntag dürfte der Oberländer im Einsatz sein.
Stalder kann mit der Entscheidung der Trainer gut leben.
Er sagt: «Ich habe schon so viele Wettkämpfe absolviert, dass es keinen Sinn macht, an der EM nun auch alles zu laufen.»
19 Rennen hat Stalder in den ersten zwei Monaten des Weltcup-Winters bestritten – ein kräftezehrendes Programm. Jetzt muss er einen Moment lang durchschnaufen.
Kommt hinzu: Die EM war in seiner Planung eigentlich nicht vorgesehen. Die Formsteuerung des 25-Jährigen ist auf die am 8. Februar beginnende WM in Oberhof ausgerichtet.
Ein Rennen zwischen den Trainings
In den nächsten zwei Wochen will sich Stalder dafür mit guten Trainings den letzten Schliff verpassen. Und dazwischen an der EM in der Mixed-Staffel überzeugen. Wer mit ihm starten wird, ist offen. Für ihn ist das sowieso nebensächlich.
«Am Schluss musst du dein eigenes Rennen laufen und den anderen danach blind vertrauen.»
Stalder ist überzeugt, dass für die Schweiz an der EM eine Topplatzierung drin liegt. Beim Weltcup in Pokljuka Anfang Januar klassierte sich das Schweizer Quartett mit Stalder auf dem starken 4. Platz. An der EM 2022 holten die Schweizer gar Bronze – allerdings ohne Stalder.
