Bezirk Hinwil

Bezirk Pfäffikon

Bezirk Uster

Tösstal

Themen

Specials

Services

ZO Portale

Abo

Sport

Wenn das Debüt nur eine Frage der Zeit ist

Der Walder Gion Stalder steht an der Schwelle zum Biathlon-Weltcup.

Mit kraftvollen Schritten nach oben: Gion Stalder hat eine positive Entwicklung hinter sich.

Foto: Swiss-Ski/Stephan Bögli

Wenn das Debüt nur eine Frage der Zeit ist

Walder Biathlet Gion Stalder

Gion Stalder steht an der Schwelle zum Weltcup. Der 23-Jährige ist auf gutem Weg, diesen Winter auf höchster Stufe Rennen zu laufen.

Schnee liegt zwar in der Biathlon-Arena nicht wirklich viel. Aber es ist sehr kalt. Die Verhältnisse in der Loipe sind zur Freude von Gion Stalder ideal.

Er sammelt derzeit eine Woche lang Trainingsstunden in Lantsch/Lenz. Danach reist er an die nächsten IBU-Cup-Rennen weiter. Vor wenigen Tagen hat der B-Kader-Athlet seine Saison auf zweithöchster Stufe in Schweden lanciert.

Um ein Haar hätte Stalder den Winter gar im Weltcup beginnen können. In den internen Selek­tionsrennen war er zweimal auf die Sekunde genau gleich schnell wie Laurin Fravi, der schliesslich von den Trainern den fünften und letzten Startplatz für den Weltcup-Auftakt erhielt.

«Es geht nicht mehr so lange.»
Gion Stalder

Gion Stalder

«Ich bin doch sehr nahe dran gewesen», sagt Stalder. Der Wal­der ist voller Hoffnung, bald einmal sein Weltcup-Debüt feiern zu können. Er ist überzeugt: «Es geht nicht mehr so lange.»

In dieser Meinung wird er von seinem älteren Bruder Sebastian bestärkt, der sich im Weltcup eta­blierte. «Gion ist auf gutem Weg. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er im Weltcup am Start steht.»

Vorerst geht es für Gion Stalder ab dem 15. Dezember aber im IBU-Cup weiter. Der Oberländer blickt zuversichtlich auf die Rennen im Südtirol. Er hat daran gute Erinnerungen.

Im vergangenen Winter lief er in Ridnaun in der Verfolgung auf den 7. Platz. Es ist sein bisher bestes Resultat auf zweithöchster Stufe.

Vom Tempo überrascht

War es die Form? Die Strecke, die ihm besonders zusagt? Oder doch eher der Schiessstand, der ihm speziell liegt?

Der 23-Jährige weiss es nicht. Es spielt letztlich keine Rolle. Unbestritten ist, dass er im März in Ridnaun eine überaus erfolgreiche zweite Saisonhälfte beendete.

Die letzten sieben Einzelrennen klassierte er sich im IBU-Cup immer in den Top 30. Eine Konstanz, die überraschte. Und Resultate, die man nach ­einer schwierigen ersten Winterhälfte nicht erwarten konnte.

Rückblickend sagt Stalder: «Es ging eigentlich fast zu schnell.»

Ich steige mit grossen Erwartungen in die neue Saison.

Gion Stalder

Zu Beginn des letzten Winters machte der Oberländer im Schiessstand zu viele Fehler, hatte läuferisch Mühe und viel Respekt vor dem hohen Niveau im IBU-Cup. Seine Aufgaben packte er mit grosser Verbissenheit an. Bald einmal musste sich Stalder eingestehen: «Es haut so nicht hin.»

Er änderte seine Taktik. «Ich ging mit weniger Erwartungen, dafür mehr Freude in die Rennen.» Das half. Mitte Januar platzte der Knoten mit Platz 18. Danach reihte er ein gutes Resultat ans andere.

Er brauchte die Härte

Stalder ist sich der Gefahr bewusst, sich nun an diesem Höhenflug zu messen. «Ich steige mit grossen Erwartungen in die neue Saison», gibt er zu. Und weiss zugleich, dass er aufpassen muss, sich mit seinem Ehrgeiz nicht zu überfordern.

Sein Saisonstart in Idre Fjäll verlief derweil durchzogen. Stalder punktete nur in einem seiner vier Einsätze. Verunsichern lässt er sich dadurch nicht. Der Walder ist reifer geworden und hat sich die Lockerheit erhalten können. Er hat gar nicht erwartet, so früh durchzustarten.

Wegen einer Verletzung konnte Stalder im Sommer mehrere Wochen lang keine Skatingeinheiten bestreiten. Dazu begann er die Ausbildung zum Fachspezialisten Zoll- und Grenzsicherheit.

Sie bringt ihm viele Vorteile. Er hat ein regelmässiges Einkommen, im Winterhalbjahr kann er sich auf den Sport konzentrieren.

Ein Nachteil aber ist, dass sich der ­Biathlet im Sommer abseits des Teams vorbereiten musste und weniger Trainings absolvieren konnte. «Es fehlen mir einige intensive Einheiten. Ich brauchte die Härte der ersten Rennen, um wieder Fuss zu fassen.»

Das scheint gelungen. Sein Gefühl stimmt. In Ridnaun peilt er die Top 15 an. Es ist jene Ranglistenregion, in der er sich regelmässig finden will.

Dafür sind seine Leistungen im Schiessstand zentral. Stalder sagt: «Wenn es da passt, ist man ex­trem schnell in einem Hoch.»

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.

Kontakt

Inserieren

Abo

Services

Über uns