Die Sonne schafft es nicht über die Bergflanke an diesem Tag Mitte November. Die Temperatur verharrt unter Null. In Alvaneu Bad, rund zwölf Fahrminuten entfernt von der Biathlonarena in Lantsch/Lenz, liegt zwar kein Schnee. Man hat dennoch das Gefühl, der Winter sei hier schon angekommen.
Nur wenige Tage verbleiben bis zum Weltcup-Auftakt von Sebastian Stalder im finnischen Kontiolahti. Von Anspannung ist beim Walder aber nichts zu spüren. Gelassen sitzt Stalder in seinem Wohnzimmer am langen Holztisch.
Die Nervosität wird kommen, weiss er. Am Dienstag, kurz vor dem Start zum Einzelrennen über 20 Kilometer.
«Ich will auch dann punkten, wenn mir ein Rennen nicht optimal gelingt.»
Sebastian Stalder
An Kontiolahti und sein charmantes Biathlonstadion hat der 24-Jährige gute Erinnerungen. Anfang März lief er da im Sprint auf Platz 15 – es ist Stalders Bestresultat auf höchster Stufe.

