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Der Olympia-Marathon lässt Schlumpf leer schlucken

Der Olympiamarathon 2024 in Paris soll der Karrierehöhepunkt von Fabienne Schlumpf sein. Jetzt ist die Strecke präsentiert worden. Und die Oberländerin traute ihren Augen kaum.

Fabienne Schlumpf ist überrascht vom Profil des Olympia-Marathons 2024.

Archivfoto: Christian Merz

Der Olympia-Marathon lässt Schlumpf leer schlucken

Sie ist die dominierende Schweizer Marathonläuferin. Den grossen Wurf hat Fabienne Schlumpf an den Olympischen Spielen 2024 in Paris geplant. Es wären die dritten Olympischen Spiele der Wetzikerin. 

Jetzt haben die Veranstalter die Marathonstrecke präsentiert. Schlumpf hat davon nur per Zufall erfahren, da sie diesen Termin nicht auf dem Radar hatte. Interessiert hat sich die 31-Jährige die Route angeschaut. Und erst einmal leer geschluckt. 

«Hallo! Das ist ja ein Berglauf!»
Fabienne Schlumpf

Die Schweizer Marathon-Rekordhalterin spricht von einem kleinen Schock, den sie erlitten habe. Klar, die Länge beträgt wie immer 42,195 Kilometer. Das ist nicht überraschend. Speziell sind die zwei Steigungen.

438 Höhenmeter müssen die Läuferinnen in diesen insgesamt überwinden, an der steilsten Stelle beträgt die Steigung 13,5 Prozent. Kein Wunder, ruft Schlumpf mit gespielter Empörung: «Hallo! Das ist ja ein Berglauf.»

Vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten – die Olympia-Marathonstrecke von 2024. (Quelle: youtube.com) 

Zum Vergleich: Absolviert die Olympiazwölfte von Tokio im Training einen coupierten Longrun, sammelt sie jeweils höchstens 200 Höhenmeter ein. Nun ist am 11. August 2024 also mehr als das Doppelte gefordert. 

«Das ist definitiv eine Herausforderung», sagt Schlumpf. Und weiss jetzt schon: «Das wird eine spezielle Vorbereitung brauchen. Ich werde in den marathonspezifischen Einheiten Höhenmeter einbauen müssen, um das Ganze zu simulieren.»

Stippvisite ist wohl nötig

Die häufig in St. Moritz trainierende Schlumpf hat mit ihrem Partner und Trainer Michi Rüegg bereits kurz überlegt, welche Ecken im Engadin sich eignen würden. Und hat einige Optionen gefunden. 

Schlumpf kann sich vorstellen, auch einmal nach Paris zu reisen, um einen Augenschein vor Ort zu nehmen. Der Start ist beim Rathaus, dann führt die Route hinaus zum Schloss Versailles, das Ziel ist zurück in der Hauptstadt am Invalidendom.

Bei einem flachen Rundkurs hätte sie sich eine Visite geschenkt. Aber mit diesem Profil? Da wird es ihr kaum reichen, sich einen Plan anzusehen. «Das ist eine spezielle Strecke. Es ist schwierig, sich das alles vorzustellen.»

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